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Teamchef-Meeting

Verwarnung für Ecclestone

Foto: Daniel Reinhard

Fünf Stunden und zehn Minuten dauerte der Gipfel von Maranello am Dienstag (29.7.). Nun wurden erste Details des Treffens der Formel 1-Entscheidungsträger bekannt. 

31.07.2008 Michael Schmidt

Die Teamchefs der Formel 1 hatten sich am Sitz von Ferrari mit Bernie Ecclestone und Donald MacKenzie, dem Chef von Rechteinhaber CVC zu einer Diskussion über die Zukunft der Formel 1 getroffen. Moderator der Veranstaltung war Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Einziges zählbares Ergebnis der Sitzung war die Gründung einer neuen Vereinigung namens FOTA (Formula One Teams Association). Sie soll in Zukunft die Interessen der Teams mit einer Stimme im Minenfeld zwischen dem Weltverband FIA, Rechteinhaber CVC und Bernie Ecclestone vertreten.

Ecclestone wurde herausgebeten

So langsam werden mehr Details des Gipfeltreffens bekannt. Der Vorsitz der FOTA wechselt im Rhythmus von zwölf Monaten. Erster Präsident ist Luca di Montezemolo. Für alle technischen Belange ist Honda-Teamchef Ross Brawn zuständig. Entscheidungen werden mit einer Mehrheit von mindestens sieben der zehn Mitglieder getroffen. Zumindest bei ersten Treffen waren sich alle einig. Zum Beispiel darüber, dass Ecclestone und MacKenzie in den letzten 45 Minuten der Konferenz den Saal verlassen mussten.

Die beiden Bossen sollen nicht nur aus diesem Grund schlecht gelaunt gewesen sein. Nichts ist schlimmer für sie wie Einigkeit unter den Teams. Ecclestone hat sein Führungsprinzip "Teile und herrsche" 40 Jahre lang erfolgreich praktiziert. Die Teamchefs erteilten den beiden Drahtziehern des schnellen Geschäfts sogar einen Verweis. Wer soviel Geld aus dem Sport ziehe, der könne ruhig auch einmal etwas in die Vermarktung der Formel 1 reinvestieren.

Größeres Stück vom Kuchen

Außerdem kündigten die Teams an, dass sie nach 2012 mehr als nur 50 Prozent von den Einnahmen abbekommen möchten. Die augenblicklichen Verträge laufen noch fünf Jahre. Das Hauptthema Kostensenkung brachte eine grobe Richtung. Eine Budgetobergrenze hält die Mehrheit der Teams für nicht durchführbar. Stattdessen will man lieber bestimmte Teile homologieren und längere Lebenszeiten für Komponenten vorschreiben.

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