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Formel 1: Schumacher zum Qualifying-Splitting

"Manche Teamchefs bevorzugen Chaos"

Ferrari - GP Monaco Foto: xpb 20 Bilder

Noch immer ist eine Splittung der ersten Qualifying-Runde das Gesprächsthema im Fahrerlager von Monaco. Die Fahrer befürworten eine solche Maßnahme. Doch die Teams konnten sich nicht darauf verständigen.

12.05.2010 Tobias Grüner

In der ersten Qualifying-Runde von Monaco erwarten alle Piloten das Schlimmste. 24 Autos sind dann auf dem nur 3,34 Kilometer langen Kurs unterwegs. "Da ist nicht mehr viel Platz", klagt Michael Schumacher. "Die Fahrergewerkschaft hat sich definitiv dafür eingesetzt, das Training zu splitten. Die FIA wäre bereit gewesen uns zu unterstützen, wenn alle Teams dem zugestimmt hätten."

Lotteriespiel im Qualifying

Das sei aber nicht der Fall gewesen. "Manche Teams haben nicht zugestimmt. Einige Teambosse bevorzugen das Chaos und wollen davon profitieren. Jetzt müssen wir damit zurechtkommen und abwarten, wer darunter zu leiden hat." An eine besondere Gefahr im dichten Verkehr auf der Rennstrecke glaubt der Rekordweltmeister nicht. "Wir werden im Briefing noch einmal darüber reden und jeden darauf aufmerksam machen, die Rückspiegel noch mehr zu benutzen. Aber es wird ein Lotteriespiel, eine freie Runde hinzukriegen."

Auch Sebastian Vettel hätte es gerne gesehen, wenn die erste Runde im Qualifying gesplittet worden wäre. "Leider wird nichts geschehen", klagt Vettel. "Es ist schwer, es jedem Recht zu machen. Wenn man es aufsplittet, fühlt sich vielleicht jemand gekränkt, weil er Zeit verliert oder nicht mehr so oft im Fernsehen ist. Der eine fühlt sich dem anderen gegenüber ungerecht behandelt."

Sutil mit besonderer Monaco-Taktik

Vettel glaubt, dass das Thema noch einmal in der Fahrergewerkschaft behandelt wird. "Dass sich nichts ändert, ist ja noch nicht ganz geklärt, aber mein Bauchgefühl ist eher so, dass nichts passieren wird." Auch über die Folgen hat sich Vettel schon Gedanken gemacht. "Es wird sehr hektisch zugehen. Es war schon immer schwer hier, auch mit 20 Autos." Der Red Bull-Pilot hat allerdings auch Verständnis für die Piloten in den langsamen Autos: "Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Die sind am Anschlag und probieren ihr bestes."

In Barcelona gehörte auch Adrian Sutil zu den großen Verfechtern eines Splittings. Doch der Force India-Pilot hat seine Meinung mittlerweile geändert. "Ich denke, dass es einfach zu kompliziert ist. Deshalb sollten wir es so lassen." Sutil geht allerdings auch vom Schlimmsten aus. "Ich habe mich darauf eingestellt, in jeder Runde Verkehr zu haben." Deshalb will er die Strategie anpassen. "Die besten Chancen auf eine freie Runde hat man wohl, wenn man vier, fünf Runden rausgeht, dann Reifen wechselt und wieder vier oder fünf Runden fährt."

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