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Teamduell bei Force India

Gegenseitiges Lob für den Teamkollegen

Nico Hülkenberg Force India GP Australien 2012 Foto: Force India 94 Bilder

Es wird eines der interessantesten Duelle des Jahres. Nico Hülkenberg gegen Paul di Resta. Zwei junge Löwen in einem Käfig. Beide haben großen Respekt voreinander. Di Resta glaubt nicht, dass er gegen seinen Teamkollegen von einem Erfahrungsvorsprung zehren kann.

15.03.2012 Michael Schmidt

Hamilton gegen Button: Haben wir zwei Jahre lang erlebt. Vettel gegen Webber: Dieses Duell geht in seine vierte Saison. Schumacher gegen Rosberg: Der dritte Aufguss einer bekannten Konstellation. Bei Force India wird den Formel 1-Fans etwas Neues geboten. Nico Hülkenberg gegen Paul di Resta. Beide haben eine volle Formel 1-Saison hinter sich. Hülkenberg dazu ein Jahr auf der Wartebank. Der Deutsche ist 24, der Schotte 25 Jahre alt.

Hülkenberg zeigt sich bescheiden

Zwei junge Löwen in einem Käfig, der nur groß genug für einen ist. Das ist der Reiz der Geschichte. Beide gelten als Aufsteiger. Beiden traut man zu, dass sie eines Tages bei einem Top-Team landen. Vielleicht schon 2013. Deshalb kann vom Ausgang des Duells der weitere Karriereweg abhängen.

Für Nico Hülkenberg ist der GP Australien das erste Formel 1-Rennen seit dem 11. November 2010. Dazwischen liegen 14 Trainingssitzungen am Freitag, Tage im Simulator und qualvolle Stunden am Streckenrand. Deshalb ist das Ziel des blonden Rheinländers für das Comeback bescheiden: "Ich will so viel wie möglich fahren, keine Fehler machen und wieder reinkommen ins Geschäft. Wenn es dann keine WM-Punkte dafür gäbe, wäre das nicht so tragisch."

Di Resta will Hülkenberg nicht unterschätzen

Sein Teamkollege denkt anders. Muss anders denken. Di Resta will an die Erfahrungen anschließen, die er in seiner ersten Saison gemacht hat. "Ich bin gelassener, mental stärker, um ein Jahr Erfahrung reifer. Punkte sollten möglich sein." Einzige Einschränkung: "Wir wissen wirklich nicht, wo wir stehen. Am Samstagnachmittag bin ich schlauer."

Der DTM-Meister von 2010 hatte es im letzten Jahr mit Adrian Sutil zu tun, der sich bereits in seiner fünften Formel 1-Saison befand. Trotzdem glaubt di Resta nicht, dass sein Job leichter wird. "Man tut Nico unrecht, wenn man ihm nur ein Jahr Erfahrung zuschreibt. Er ist im Motorsport einen ähnlichen Weg gegangen wie ich, und bringt von dort einen großen Rucksack an Erfahrung mit, vielleicht sogar mehr als Adrian."

Erfahrung in Melbourne besonders wichtig

Auch Hülkenberg schätzt di Resta hoch ein: "Paul ist ein kompletter Fahrer. Nach seinem ersten Formel 1-Jahr ist er noch stärker einzuschätzen. Ich weiß das von mir selbst. Du hast dann die ganze Winterpause Zeit über diese Saison nachzudenken und deine Schlüsse daraus zu ziehen. Deshalb gehst du viel besser vorbereitet, viel sicherer und mit viel weniger Emotionen ins zweite Jahr."

Besonders in Melbourne ist Erfahrung ein Bonus. Die Strecke sieht einfacher aus, als sie in Wirklichkeit ist. "Sie ist sehr wellig, sehr technisch", erklärt Hülkenberg. "Es ist nicht einfach einen Rhythmus und das richtige Setup zu finden. Als Rookie tust du dich hier doppelt schwer. Ich habe es vor zwei Jahren gegen Barrichello erlebt. Für deinen ersten Grand Prix wünschst du dir eine einfachere Strecke, weil du beim ersten Mal mit so vielen anderen Dingen beschäftigt bist."

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