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Teamleitung gibt Rosberg Recht

"Lewis ist zu weit gegangen"

Nico Rosberg & Lewis Hamilton - GP USA 2015 Foto: Wilhelm 75 Bilder

Nico Rosberg war nach dem Rennen in Austin sauer über sich selbst und auf Teamkollege Lewis Hamilton. Zwei Szenen machten ein ansonsten perfektes Rennen kaputt und kosteten den Mercedes-Piloten den Sieg. Die Teamleitung sorgte zumindest für moralische Unterstützung.

26.10.2015 Tobias Grüner

Nico Rosberg war die Enttäuschung nach dem Rennen in Austin ins Gesicht geschrieben. Der Deutsche hatte 8 Runden vor Schluss den Rennsieg aus der Hand gegeben. Gleichzeitig waren ihm alle Chancen auf den WM-Titel entglitten. In Kurve 16 rutschte der Mercedes mit der Startnummer 6 neben die Strecke, wodurch Teamkollege Hamilton die Meisterschaft auf dem Silbertablett serviert bekam.

"Es ist schon hart das Rennen so zu verlieren. Durch einen Fehler, wie er mir noch nie passiert ist", erklärte ein sichtlich geknickter Pilot anschließend. "Beim Beschleunigen haben die Räder durchgedreht und ich konnte es irgendwie nicht mehr kontrollieren. Das hat mich komplett überrascht. Es ist mir in meinem Leben noch nie passiert, dass ich mich in der Traktionsphase fast von der Strecke drehe."

Rosberg sauer nach Start-Duell

Auch der Zweikampf am Start stieß dem Piloten sauer auf. Hamilton schob sich mit einem kompromisslosen Manöver innen vorbei am Pole-Setter. "Der Zwischenfall in Kurve 1 hatte natürlich nur wenig Auswirkungen auf das Rennergebnis. Aber ich war am Scheitelpunkt vorne. Und ich hatte das Anrecht auf ein Stück Asphalt. Er hat mich von der Strecke geschoben und ist in mich reingefahren", schimpfte Rosberg.

Der Deutsche will die harte Gangart des Teamkollegen nicht so einfach hinnehmen: "Es hat sich ziemlich heftig angefühlt, als die Räder zusammenprallten. Er war zu aggressiv. Er ist definitiv zu weit gegangen. Das war nicht in Ordnung." Rosberg gab zu, dass er verwundert war, dass die Rennleitung das Manöver nicht wenigstens untersucht hat.

Den Vorwurf, dass er zu nett für die Formel 1 sei und Lewis als "Bad guy" die Titel abstaubt, wollte Rosberg nicht unkommentiert stehenlassen: "Was heißt Bad Guy? Wenn man es übertreibt, dann hat man einfach etwas falsch gemacht."

Lauda und Wolff teilen Rosberg-Meinung

Moralische Unterstützung gab es diesbezüglich immerhin von der Teamleitung: "Das war zu hart von Lewis. Er hätte Nico das Leben etwas leichter machen können", befand Niki Lauda. "Nico hatte keine Chance sich zu verteidigen. Er wurde nach außen geschoben und konnte nicht mehr reagieren. Lewis hat das aber verstanden. Er hat sich dafür entschuldigt. Solche Dinge passieren."

Auch Toto Wolff schlug sich auf die Seite des Unterlegenen: "Das war wohl etwas zu hart von Lewis. Aber das ist jetzt nicht der Moment ihn zu kritisieren. Er ist Weltmeister, und zwar ein verdienter Weltmeister. Das Thema werden wir in ein paar Tagen diskutieren und sicherstellen, dass sich das nicht zu einer größeren Sache auswächst."

Abu Dhabi-Niederlage war schlimmer

Für Rosberg war die Niederlage nur schwer zu akzeptieren. Als den härtesten Tag in seiner Formel 1-Karriere wollte er den Rennsonntag von Austin aber nicht titulieren. "Abu Dhabi vor einem Jahr war wohl noch schlimmer. Damals hat mich ein mechanischer Fehler aller Chancen beraubt. Das war noch schwerer zu verdauen als heute. Heute war die WM noch etwas weiter entfernt. Aber ich wollte wenigstens das Rennen gewinnen."

Nur auf die kompromisslose Fahrweise wollte Rosberg die Erfolgsserie seines Teamkollegen aber auch nicht reduzieren. Nüchtern analysierte der Vizechampion den Grund dafür, warum es nun 2:0 in Sachen WM-Titel steht: "Er ist einfach besser gefahren. Das ist der Hauptteil. Das Glück war aber sicher auch nicht auf meiner Seite dieses Jahr."

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