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Reifenverschleiß

Teams sorgen sich um die Vorderreifen

Reifen - Formel 1 - GP Italien - 6. September 2012 Foto: xpb

Monza ist die schnellste Strecke im Kalender. Für die Reifen eine Tortur. Wegen der hohen Geschwindigkeiten auf der Geraden können die Reifen überhitzen. Pirelli verringerte deshalb die Dicke der Lauffläche. Das aber führt zu Problemen mit hohem Verschleiß.

07.09.2012 Michael Schmidt

Bei 350 km/h auf der Geraden kommt jede Stelle eines Reifens immer wieder in Fahrbahnkontakt. Die Verschnaufpausen sind gering. Dazu gibt es in Monza vier schnelle Rechtskurven, wo der Reifen links vorne stark belastet wird: Curva Grande, Lesmo I, Lesmo II und Parabolica. Das sind die Zutaten dafür, dass ein Reifen zu heiß wird und im schlimmsten Fall Blasen wirft. Deshalb haben alle Reifenhersteller in Monza jeweils ihre härtesten Gummimischungen mitgebracht. Egal, ob es Goodyear, Michelin oder Bridgestone waren.

Zwei Stopps in Monza?

Auch bei Pirelli ist das der Fall. Der italienische Reifenhersteller hat zudem noch die Dicke der Lauffläche um 0,3 Millimeter reduziert. Das entspricht ungefähr zehn Prozent der Gesamtdicke.

Je dünner die Gummischicht, umso weniger kann der Gummi arbeiten. Das reduziert die Wärmebildung. Weniger Gummi bedeutet aber auch, dass sich der Reifen schneller der kritischen Verschleißgrenze nähert. Schon in Spa hatte Pirelli die dünneren Laufflächen eingesetzt. Nach dem Training gab es bei drei Teams Anzeichen von erhöhtem Abrieb, doch das erwies sich im Rennen dann als blinder Alarm.

In Monza könnte es etwas kritischer werden. Nach den ersten 90 Minuten Training meldeten fast alle Teams Probleme mit erhöhtem Verschleiß. Besonders links vorne. Um mit einem Reifensatz auf 20 bis 30 Runden zu kommen, haben die Teams die Vorderreifen bei Halbzeit von links nach rechts und umgekehrt vertauscht. Ein McLaren-Ingenieur prophezeit: "Das Reifenproblem könnte dafür sorgen, dass alle am Sonntag mindestens zwei Stopps einlegen müssen. Eigentlich war Monza immer ein klassisches Einstopprennen."

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