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Teams unter Druck

Winterpause wird kürzer

Pierre Gasly - Red Bull - Formel 1-Test - Barcelona - 13. Mai 2015 Foto: xpb 74 Bilder

Der neue Formel 1-Kalender bringt die Teams in Schwierigkeiten. Sie müssen ihre Produktionspläne ändern. Mit dem um zwei Wochen nach vorne geschobenen Saisonstart beginnen auch die Wintertests früher.

01.10.2015 Michael Schmidt

Es wäre der späteste Saisonstart seit 28 Jahren geworden. Ursprünglich war der GP Australien auf den 3. April angesetzt. Zuletzt begann eine Saison 1988 so spät. Damals fiel der Startschuss ebenfalls an einem 3.April. Mit dem GP Brasilien in Rio. Doch der späte Saisonbeginn ist schon wieder Makulatur. Der FIA-Weltrat gab auf seiner Sitzung am 30. September bekannt, dass Melbourne um zwei Wochen nach vorne auf den 20. März rückt.

Damit müssen sich die Teams auch auf neue Testtermine einigen. Ursprünglich waren die vom 1. bis 4. März und 15. bis 18. März 2016 in Barcelona angesetzt. Jetzt geht es schon im Februar los. Die Teams haben sich offenbar auf den 22. Februar als Beginn der ersten Testwoche geeinigt. Der zweite viertägige Test startet am ursprünglich ersten Termin am 1. März.

Zwischen den beiden Testfahrten sind nun nur noch 4 Tage Zeit. Die Teams hatten ursprünglich 11 Tage zwischen die beiden Testfahrten gelegt, um genügend Zeit zu haben, neue Teile und die ersten Upgrades zu produzieren. Gerade in der Anfangszeit ist das Ersatzteillager nur spärlich gefüllt.

Teams müssen schneller produzieren

Seit dem 10. Juli arbeiten die Teams auf den 1. März als Testbeginn hin. An diesem Tag hatte die FIA den ersten Kalender veröffentlicht, da noch mit dem 3. April als Saisonstart. Auf die Teams kommt jetzt viel Arbeit zu. Die Planung eines Formel 1-Autos ist ein Puzzle, dessen Zeitplan eng getaktet ist und normalerweise wenig Spielraum für Verzögerungen bietet. Besonders bei Komponenten, die Langläufer sind wie das Chassis und das Getriebe.

Der neue Rennstall Haas F1 macht diese Erfahrung zum ersten Mal. Teamchef Guenther Steiner gibt zu, dass die Truppe jetzt vor einer großen Aufgabe steht: "Alle Zeitpläne waren auf den 1. März als Testbeginn ausgelegt. Jetzt müssen wir irgendwie Zeit gewinnen und unsere Produktionspläne umschreiben." Steiner selbst ist ein alter Hase im Geschäft. Er kennt die Formel 1 aus seiner Zeit bei Red Bull und Jaguar.

Dementsprechend gelassen sieht er dem neuen Zeitplan entgegen: "Jetzt müssen wir über unsere Pläne drüber und rausfinden, wo es Feuer geben könnte. Ich würde jetzt einmal sagen, dass 50 Prozent der Teile kein Problem machen, 30 Prozent neu terminiert werden müssen und 20 Prozent brennen."

Gut für HaasF1: Viele Teile kommen von Ferrari. In Maranello weiß man mit solchen Problemen umzugehen. Eines ist aber auch klar: "Der Zeitdruck wird alle mehr Geld kosten."

Keine dritten Autos in Melbourne

Für Plan B der Formel 1 ist der verschobene Saisonstart jedoch eine schlechte Nachricht. Wenn Red Bull wirklich mit 2 Teams aussteigt und der Rest über den Einsatz eines dritten Autos nachdenken muss, dann wird das mit Sicherheit nicht im ersten Saisondrittel stattfinden. Für entsprechende Teileproduktion ist die Zeit zu knapp.

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