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Technik-Analyse GP Deutschland

Diffusor-Spiele am Nürburgring

BMW-Sauber Foto: Daniel Reinhard 10 Bilder

Nach drei Wochen Rennpause haben die Teams ihre Autos zum Nürburgring noch einmal nachgerüstet. Wir haben die interessantesten Neuentwicklungen von McLaren-Mercedes, BMW-Sauber und Renault unter die Lupe genommen.

12.07.2009 Tobias Grüner

McLaren-Mercedes:

Den größten Sprung nach vorne scheint McLaren-Mercedes hingelegt zu haben. Lewis Hamilton sicherte sich in den Freien Trainings zwei Bestzeiten und fuhr im Qualifying spritbereinigt sogar auf dem Niveau von Brawn GP. Möglich macht dies ein neuer Frontflügel und vor allem der neue Diffusor.

Während man bei anderen Autos oft nach dem Luftausgang im Heck suchen muss, fällt das beim neuen Silberpfeil nicht schwer. Der obere Kanal endet in einem breiten Loch unter dem Heckflügel. Hier kann die angesaugt Luft deutlich besser expandieren und damit Abtrieb generieren. Nach Aussage der Weltmeisters sei das Auto auf dem Heck nun deutlich berechenbarer. Da der neue Unterboden samt Diffusor erst im letzten Moment fertig gestellt wurde, reichte es nur für ein Exemplar. Hekki Kovalainen fährt noch mit der alten Version.
 
Auch am Frontflügel lassen sich die Modifikationen auf einen Blick erkennen. Früher fuhr McLaren einen geschwungenen Doppelflap. Die Lösung sah zwar elegant aus, brachte aber scheinbar nicht den gewünschten Effekt. Nun ist Hamilton wie die meisten Teams mit einem großen einfachen Flap unterwegs. Damit vergrößert sich die Fläche, die von den Fahrern manuell während einer Runde verstellt werden kann.

BMW-Sauber:

Bei BMW haben die Entwickler gleich ein großes Paket geschnürt. Die zweite Ausbaustufe des Doppeldiffusors, eine neue Heckverkleidung und ein modifizierter Frontflügel sollten einen ähnlich großen Schritt bringen, wie das Facelift von Barcelona. Der untere Teil der Frontflügel-Endplatten ist nun etwas geschwungener geformt. Das soll die Luft besser Richtung Unterboden und Diffusor leiten.

Die Piloten sind sich noch nicht ganz einig, ob die Updates wirklich den gewünschten Schritt gebracht haben. Robert Kubica hatte sich nach eigener Aussage mehr erwartet. Nick Heidfeld sieht dagegen schon einen Schritt in die richtige Richtung. Theissen erklärt: "Robert kommt mit dieser Spezifikation noch nicht so gut zurecht wie Nick. Er nutzt das Potenzial nicht voll aus."

Renault:

Auch bei Renault gab ein neuer Frontflügel Anlass zur Hoffnung. Der neue Flap läuft am äußeren Ende nicht gezackt sondern gerade aus. Auch die Motorabdeckung, der Auspuff, der Diffusor und Teile der Aufhängung sind modifiziert. Teamkollege Nelson Piquet, der mangels Teilen noch mit der alten Version fahren musste, glaubt, dass der Unterschied bis zu einer halben Sekunde beträgt.

Damit Sie sich einen besseren Eindruck von den Updates machen können, haben wir die wichtigsten Modifikationen in einer kleinen Fotoshow zusammengefasst.

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