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Technik-Analyse GP Türkei

Neue Flügel für BMW, Toyota und Brawn GP

BMW F1.09 Foto: Daniel Reinhard 11 Bilder

Der harte Entwicklungswettlauf der Formel 1-Teams geht auch in der Türkei weiter. Vor allem in puncto Aerodynamik erwarten sich die Designer noch Potenzial. Wir haben die drei auffälligsten Neuerungen von Toyota, Brawn GP und BMW-Sauber einmal unter die Lupe genommen.

06.06.2009 Tobias Grüner

BMW-Sauber:

Als vorletztes Team hat der Doppel-Diffusor nun auch bei BMW-Sauber Premiere gefeiert. Somit sind die beiden Toro Rosso in Istanbul die einzigen Autos ohne den sagenumwobenen Abtriebspender am hinteren Unterboden. Äußerlich erinnert die BMW-Version an das Vorbild von Brawn GP. Im Mittelteil ist von hinten deutlich zu erkennen, wo die angesaugte Luft wieder austritt. Bei Red Bull oder Ferrari endet der Kanal deutlich weiter vorne und ist kaum zu sehen.

Wie groß der Schritt mit dem neuen Diffusor ist, konnten oder wollten die Beteiligten nach den ersten Trainingsfahrten noch nicht beziffern. "Es sieht danach aus, als hätten wir einen Schritt nach vorne gemacht", formuliert Technikkoordinator Willy Rampf vorsichtig. Auch Nick Heidfeld brach nach dem Test nicht gerade in Begeisterungsstürme aus: "Tendenziell glaube ich schon, dass es was gebracht hat." Dafür dass BMW bereits seit Mitte März an dem Teil bastelt, scheint der Gewinn allerdings noch zu gering. Um das Auto perfekt auf die neue Aerodynamik abzustimmen, wurde sogar auf den Einsatz von KERS verzichtet.

Toyota:

Auch am Toyota-Heck gibt es eine interessante Veränderung zu beobachten. Die Heckflügel-Endplatten sind nun nach dem Vorbild von Red Bull weit nach unten gezogen. Außerdem befinden sich am unteren Teil auffällige Schlitze, die die Endplatten ausgefranst erscheinen lassen. Über die genaue Wirkung lässt sich nur spekulieren. Normalerweise sollen Spalten in den Flügeln einer sauberen Luftströmung dienen und die Bildung von Wirbeln vermeiden. Wie viel das in diesem Bereich wirklich bringt, werden erst die Rundenzeiten zeigen.

Brawn GP:

Beim WM-Spitzenreiter Brawn GP befindet sich die größte Neuerung am Frontflügel. Während die Aerodynamik normalerweise im Laufe der Saison immer komplexer und ausgefeilter wird, geht Brawn hier den anderen Weg. Aus dem zweiteiligen Flap machten die Designer einen einfachen. Die Lösung wirkt auf den ersten Blick deutlich simpler als die aufwendige Konstruktion zuvor. Der neue Flügel hat den Vorteil, dass die Piloten nun den ganzen Flap aus dem Cockpit verstellen können und nicht nur einen kleinen Teil des geteilten Blattes. Toyota geht übrigens den anderen Weg: Seit mehreren Rennen versuchen die Japaner, eine Version mit einem zweitgeteilten oberen Flügelblatt zum Funktionieren zu bringen.

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