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Technik-Highlights GP Bahrain 2016

Knubbel-Nasen und Teflon-Flügel

Williams - Formel 1 - Technik - GP Bahrain 2016 Foto: ams 33 Bilder

Für Bahrain hatten einige Teams schon die ersten Entwicklungsteile der Saison im Gepäck. Doch nicht überall wurde man mit den Technik-Updates rechtzeitig fertig. Bei Williams und HaasF1 mussten die Piloten länger warten.

07.04.2016 Tobias Grüner

In der Formel 1 wird nicht nur auf der Strecke gegen die Zeit gekämpft. Auch beim Entwicklungswettlauf in den Designbüros geht es spannend zur Sache. Besonderer in der Williams-Fabrik in Grove war vor dem Bahrain-Wochenende Hektik angesagt. Die Ingenieure wollten auf dem Wüstenkurs unbedingt die ersten Testkilometer mit der neuen Nase abspulen.

Williams-Nase kommt per Luftfracht

Sie sollte eigentlich schon in Australien debütieren, doch der notwendige FIA-Crashtest wurde erst im zweiten Versuch bestanden. Und auch für Bahrain klappte es nicht ganz mit der pünktlichen Lieferung. Erst am Freitagabend wurde das Update-Paket, bestehend aus der 5 Zentimeter kürzeren Nase und dem komplett umgebauten Frontflügel, per Luftfracht von London nach Bahrain geschickt.

Weil auf die Schnelle nur ein Exemplar fertig wurde, kam zunächst nur Felipe Massa in den Genuss der neuen Teile. Ein großer Fortschritt war wegen der begrenzten Testzeit nicht festzustellen. Wegen des großen Potenzials der Ausbaustufe wollten die Ingenieure aber unbedingt so schnell wie möglich damit beginnen, Daten zu sammeln.

Auch bei HaasF1 kämpfte man in der Fabrik gegen die Uhr. Doch von dem geplanten neuen Frontflügel hätte Zulieferer Dallara mit Hängen und Würgen höchstens ein Exemplar fertig stellen können. Wegen der Australien-Crashs von Romain Grosjean (Trainingskollision mit Haryanto) und Esteban Gutierrez (Rennunfall mit Alonso) war die Carbon-Abteilung bereits voll ausgelastet. Und so verschob Teamchef Guenther Steiner das Update auf den GP China.

Neuer McLaren-Flügel mit zahlreichen Änderungen

Bei McLaren schaffte man es dagegen, die neuen Frontflügel rechtzeitig für Bahrain zu liefern. Teamchef Eric Boullier sprach dabei von einer ganz neuen Designphilosophie. Im direkten Vergleich mit dem alten Modell waren in der Tat in vielen Bereichen Modifikationen zu erkennen. Die halfen dabei, das Honda-Motoren-Defizit auf der Power-Strecke von Bahrain einigermaßen auszugleichen.

Ein größeres Update brachte auch Force India an den Start. Die Autos von Nico Hülkenberg und Sergio Perez wurden mit einem Luftkanal durch die Vorderachse ausgerüstet. Das beruhigt die Wirbel um die Räder und lenkt die Strömung besser um die Seitenkästen. Ganz neu ist der Trick nicht. Auch Ferrari, Red Bull, McLaren und HaasF1 fangen die Luft an den Bremshutzen ein und leiten sie dann im rechten Winkel durch die Radnabe wieder nach außen.

Apropos Bremshutzen: Nachdem Nico Rosberg wegen eines Fremdkörpers in der Bremskühlung beinahe das Australien-Rennen aufgeben musste, wurde der Radträger am Silberpfeil für Bahrain neu gestaltet. Die Öffnungen wurden nicht nur vergrößert. Die Mechaniker sprühten sie für das Qualifying und das Rennen auch noch zusätzlich mit Teflon-Spray ein, damit Gummischnipsel von den Reifen nicht so leicht hängen bleiben.

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