Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Technik GP Belgien 2010

Ferrari, Mercedes & Co. mit neuen Teilen

Ferrari GP Belgien Foto: xpb 15 Bilder

Nach der vierwöchigen Formel 1-Sommerpause haben viele Teams neue Teile nach Spa-Francorchamps gebracht. Wir sagen Ihnen, wer die größten Fortschritte gemacht hat und bei wem die Modifikationen keine Wirkung gezeigt haben.

29.08.2010 Tobias Grüner

Das Freie Training zum GP Belgien wollten die Teams eigentlich dazu nutzen, neue Teile zu testen. Die widrigen Wetterbedingungen und ständig wechselnden Streckenverhältnisse machten den meisten einen dicken Strick durch das Erprobungsprogramm. Einige Erkenntnisse konnten dennoch gezogen werden. Wir gehen die wichtigsten Neuerungen durch.

Mercedes GP:

"Wir haben ja keine neuen Teile sondern nur die alten von Hockenheim in modifizierter Form", versuchte Nico Rosberg das Update-Paket der Silberpfeile klein zu reden. Der angeblasene Diffusor, der die Auspuffgase auch unter das Heck pustet, bekam nach dem misslungenen ersten Versuch beim GP Deutschland eine zweite Chance. Doch die Technik ist immer noch nicht ausgreift. Wie schon vor einem guten Monat kochte die heiße Luft die Karbonteile weich.

Auch beim F-Schacht, der den Top-Speed auf der Geraden erhöht, ist man nur bedingt weiter gekommen. Am Freitag zeigte das komplizierte System, bei dem Luft durch die Heckflügelendplatten geleitet wird, noch nicht die gewünschte Wirkung. "Am Samstag hat es immerhin schon etwas besser geklappt", sah Teamchef Ross Brawn einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Für den Einzug in die Top Ten des Qualifyings reichte es allerdings weder für Rosberg noch für Schumacher.

Ferrari:

Ferrari zündete in Spa die letzte Stufe des großen Aerodynamik-Pakets. Ein neuer Unterboden und ein neuer Heckflügel sollten die roten Autos ganz an die Spitze bringen. Das Unternehmen gelang nur bedingt. Nach guten Trainingsleistungen mussten sich Alonso und Massa im Qualifying doch den beiden Red Bull und den McLaren geschlagen geben. Dabei fuhren beide Ferrari-Männer unterschiedliche Versionen.

Felipe Massa ging mit einer neueren Version des Unterbodens an den Start. Da sich der Brasilianer in einem anderen Getriebe-Rhythmus befindet, konnte er in Spa zusammen mit einer neu dimensionierten Schaltbox auch einen extremeren Diffusor fahren. Alonso muss noch bis Monza warten, bis auch er straffrei das Getriebe wechseln darf und die aktuelle Diffusor-Generation bekommt. Außerdem fährt Massa im Rennen mit dem neuen Heckflügel, der effizienter arbeiten soll, aber nicht so viel Abtrieb bringt. Alonso setzt auf Regen im Rennen und wählte freiwillig eine ältere Version.

Force India:

Bei Force India hatte man ebenfalls kleinere Modifikationen an Front- und Heckflügel zu bieten. Besonders interessant war aber, wie das kleine Privatteam den komplizierten angeblasenen Diffusor in den Griff bekommt. "Es ist schwer zu sagen, was er gebracht hat", zog Adrian Sutil ein gemischtes Fazit. "Ich denke, wir haben das Potenzial noch längst nicht ausgenutzt."

Immerhin gab es keine Probleme mehr mit Hitzeschäden wie noch in Budapest. Um das System ausgiebig zu testen, ließ man die neuen Teile bei beiden Autos das ganze Wochenende im Einsatz. Für weitere Fortschritte noch vor Monza ist in der kommenden Woche zudem ein so genannter "Straightline-Test" angesetzt, bei dem das Auto auf einer geraden Strecke erprobt wird. Jedes Team hat in der gesamten Saison nur vier dieser Aero-Tests zur Verfügung.

Renault F1:

Renault schien in Spa den größten Fortschritt gemacht zu haben. Ausgerechnet auf einer schnellen Strecke, die den schwarz-gelben Autos normalerweise nicht liegt, fuhr Robert Kubica auf einen beachtlichen dritten Startplatz. Das größte Geheimnis liegt in der Premiere des F-Schachts. "Das System hat wirklich von Beginn an prima funktioniert", freute sich Kubica anschließend. Renault war auf der Geraden sogar schneller als die Red Bull, die ebenfalls mit Renault-Power unterwegs sind.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden