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Technik GP Belgien

Aero-Experimente in den Ardennen

Brawn GP Foto: Daniel Reinhard 11 Bilder

Auf dem schnellen Ardennen-Kurs in Spa ist zum ersten Mal in dieser Saison ein völlig verändertes Aerodynamik-Paket mit weniger Abtrieb gefragt. Wir haben nachgeschaut, wie die Teams die Herausforderung meistern.

30.08.2009 Tobias Grüner

Red Bull:

Im dritten Freien Training trauten Beobachter ihren Augen kaum. Die beiden Red Bull-Piloten fuhren mit den alten Nasen, die zuletzt in Istanbul montiert waren. Seit in Silverstone das große Facelift vorgestellt wurde, war Red Bull immer mit einer deutlich breiteren Frontpartie unterwegs. Doch warum fuhren Vettel und Webber ausgerechnet in Spa mit dem alten Material?

"Die Anströmung der Nase passt einfach besser auf unser Medium-Downforce-Paket", erklärte Teamchef Christian Horner. Dabei war man im Team selbst lange unsicher, welche Variante man im Qualifying und Rennen einsetzen will. Am Ende entschied man sich für die schlanke Form.

Brawn GP:

Seit letzter Saison sind sie nicht mehr wegzudenken aus der Formel 1 - die segelförmigen Verlängerungen der Motorhaube. Nachdem BMW-Sauber schon in Valencia mit Finne auf der Motorabdeckung unterwegs war, zog in Spa nun auch Brawn GP nach. Allerdings probierten Jenson Button und Rubens Barrichello das neue Teil nur auf wenigen Runden im Training.

"Wir haben es im Windkanal getestet, aber die Daten haben keine Verbesserung angedeutet", erklärt Teamchef Ross Brawn. Da der Praxistest auf der Strecke aber doch manchmal einen Fortschritt zeigt, brachte man die Teile nach Spa mit. Der Erfolg hielt sich in Grenzen: "Der Test hat die Ergebnisse im Windkanal bestätigt." Also flogen die Hauben zum Qualifying wieder runter.

Williams:

Alle Teams fahren in Spa ein Paket mit weniger Abtrieb als gewöhnlich. Um auf den langen Geraden genug Top-Speed zu erreichen ist es wichtig, den Luftwiderstand und Abtrieb zu reduzieren. Um in den Kurven nicht zu viel Zeit zu verlieren, müssen die Teams einen guten Kompromiss finden.

Als Beispiel haben wir uns das Auto von Williams ausgesucht. Der Heckflügel verliert deutlich an Höhe und steht nicht so steil im Wind wie das Modell der Rennen zuvor. Der Frontflügel mit zweigeteiltem Flap wurde durch eine Version mit nur noch einem Zusatzblatt ersetzt. Auch das zusätzliche Element in der zweiten Ebene wurde deutlich abgespeckt, um den Luftwiderstand zu reduzieren.

Bei Williams funktionierte das neue Paket allerdings nicht so gut, wie bei anderen Teams. Zum Training am Samstag wurden einige der neuen Teile wieder abgebaut.

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