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Technik GP England

Red Bull-Update zahlt sich aus

Red Bull Foto: Red Bull 12 Bilder

In Silverstone ging der erbittert geführte Entwicklungswettlauf zwischen den Formel 1-Teams in eine neue Runde. Wir haben die neuen Teile bei Ferrari, Red Bull und Force India einmal genauer unter die Lupe genommen.

21.06.2009 Tobias Grüner

Ferrari:

Welchen Unterschied ein Jahr ausmachen kann, wird bei Ferrari besonders deutlich. Der Konstrukteursweltmeister von 2008 fährt in dieser Saison nur noch im Mittelfeld herum. Der entscheidende Schritt nach vorne will einfach nicht gelingen. Dass die Italiener nicht alles tun, um wieder zurück an die Spitze zu finden, lässt sich nicht sagen. Neben einem modifizierten Frontflügel, einem verbesserten Hybrid-Paket und einem Leichtgewicht-Chassis für Felipe Massa sollte in England vor allem die neue Vorderradaufhängung für einen Sprung nach vorne sorgen.

Die neuen Querstreben sind nun deutlich stärker gepfeilt, wodurch das Rad weiter nach hinten wandert. Der verringerte Radstand soll den Schwerpunkt des Autos weiter nach vorne rücken, um vor allem in den schnellen Kurven von Silverstone die Balance zu verbessern. In den Trainings und im Qualifying zeigte sich allerdings, dass diese Maßnahme noch nicht der Weisheit letzter Schluss war. Vizeweltmeister Massa verpasste gar die letzte Runde des Qualifyings. Die Piloten klagten dabei vor allem über zu wenig Grip der Reifen, die sie bei kühlen Temperaturen nicht zum Arbeiten brachten.

Red Bull:

Ganz anders sah das Ergebnis des Red Bull-Entwicklungsteams um Chefdesigner Adrian Newey aus. Vom ersten Training an waren die stark überholten RB5 die schnellsten Autos im Feld. Dabei sind die Modifikationen schon auf den ersten Blick sichtbar: Die Nase ist nun deutlich breiter und nimmt mehr anströmende Luft auf. Am Heck sitzt ein neuer Doppeldiffusor, dessen Kanäle nun deutlich angewachsen sind. Soviel wie das eng gepackte Red Bull-Heck erlaubt. Auch der Heckflügel wurde an die anderen Teile angepasst.

Die neuen Teile kamen erst kurz vor dem freien Training aus der Fabrik im nahegelegenen Milton Keynes an die Strecke in Silverstone. "Man bedankt sich ja immer bei dem Team, aber heute hat sich die ganze Mannschaft ein großes Sonderlob verdient", erklärte Sebastian Vettel nach dem Qualifying. Ob die Pole Position nur ein Strohfeuer ist, oder die neue Aerodynamik nachhaltig für einen Wechsel des Kräfteverhältnisses im WM-Kampf sorgen kann, werden erst die nächsten Rennen zeigen.

Force India:

Auch Force India hat gleich an mehreren Stellen des Autos Hand angelegt und dadurch einen großen Sprung gemacht. Ohne Sutils Crash, der gleichzeitig auch noch die schnelle Runde von Teamkollege Giancarlo Fisichella zerstörte, hätte es nach Einschätzung des Teams bis auf Rang 13 nach vorne gehen können. Geändert wurden die vorderen Seitenkästen, die hinteren Aufhängungen, der Unterboden und der Frontflügel. Rund sechs Zehntel soll die Generalüberholung gebracht haben.

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