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Technik GP Monza

F1-Teams im Geschwindigkeitsrausch

GP Italien 2009 Foto: dpa 10 Bilder

Die Strecke von Monza ist in allen Belangen extrem. Vier Mal beschleunigen die Piloten auf über 320 km/h. Die Technik muss mit großem Aufwand an die Umstände angepasst werden. Wir sagen Ihnen, wie sich die Monza-Autos von der Normalversion unterscheiden.

13.09.2009 Tobias Grüner

Die ganze Saison sind die Teams auf der Suche nach möglichst viel Anpressdruck. Schon in der Entwicklungsphase, versuchen die Ingenieure ein Auto zu bauen, das so schnell wie möglich durch die Kurven kommt. Die gesamte Form des Autos mit Flügeln und doppelten Diffusoren ist darauf ausgelegt, maximalen Grip zu produzieren.

Doch einmal in der Saison geht es nach Monza. Dort ändert sich alles. Nicht der Abtrieb ist hier die entscheidende Größe, sondern der Luftwiderstand. 69 Prozent Vollgasanteil sprechen eine deutliche Sprache. Viermal wird auf über 320 km/h beschleunigt. Zwar wurde die angepeilte Marke von 350 km/h im Qualifying verpasst, 333 km/h von Fernando Alonso sind allerdings auch ein beachtlicher Wert.

Monza-Pakete zur einmaligen Verwendung

Alle Teams haben spezielle Flügel für die Tempobolzerei in Italien entwickelt, die danach nie wieder eingesetzt werden. Die Flügelblätter sind deutlich flacher gestellt und in ihren Dimensionen abgespeckt. Am Frontflügel fahren viele Teams einteilige Flaps. Zusätzliche Elemente, die nur unnötig Luftwiderstand produzieren, wurden abgebaut. Red Bull verwendet wie schon in Belgien die dünne Nase, die schon zu Saisonbeginn am Auto war. Mit ihr ist die Anströmung bei hohen Geschwindigkeiten besser.

Ganz ohne Abtrieb kommt man aber auch in Monza nicht aus. In den beiden Lesmo-Kurven und in der Parabolica kann man ohne die nötige Bodenhaftung viel Zeit liegen lassen. Mit einem hohen Top-Speed lässt sich in Monza zwar einiges wieder aufholen, aber bei der momentanen Leistungsdichte im Feld, kann sich keiner einen Fehler beim Setup leisten. Es kommt also auf den optimalen Kompromiss und eine gute Effizienz an. Die Formel lautet: Maximaler Abtrieb bei minimalem Luftwiderstand.

Force India mag die Geraden

Besonders auffällig ist die Stärke von Force India. Neben dem kräftigen Mercedes-Motor liegt das Geheimnis des indischen Pfeils in seiner besonderen Aerodynamik. Der Mangel an Abtrieb ist in Monza kein so großes Problem wie üblich. Die Karosserie ist von der Anströmung her so windschlüpfrig, dass Adrian Sutil plötzlich in einem möglichen Siegerauto sitzt. In den Top-Speed-Messungen war das Auto schon immer gut.

Das Gegenteil ist bei Williams der Fall. Zwar kommt auch das Team von Nico Rosberg mit speziellen Flügelpaketen in die Lombardei, trotzdem findet der Deutsche einfach nicht das richtige Rezept: "Unser Auto ist von der Karosserieform scheinbar nicht so gut geeignet für Monza. Hier braucht man ein Auto, das sehr effizient im Luftstrom steht." Der Williams war zuletzt auf allen Strecken mit schnellen und langsamen Kurven konkurrenzfähig. Die Geraden scheinen ihm aber nicht zu schmecken.

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