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Technik GP Italien 2010

Wer baut das beste Monza-Paket?

Red Bull Foto: xpb 15 Bilder

Für die speziellen Anforderungen von Monza haben die meisten Teams besondere Aeropakete gebaut, die nur einmal zum Einsatz kommen. Wir haben uns die Autos genauer angeschaut und sagen Ihnen in unserer Technik-Analyse, wer den besten "Italian-Job" erledigt hat.

12.09.2010 Tobias Grüner

Ferrari:

Nach der Enttäuschung von Spa konnte Ferrari mit dem Monza-Paket zurückschlagen. Die Italiener testeten am Freitag verschiedene Heckflügelvarianten, die beide mit F-Schacht gekoppelt waren. Für das Qualifying fanden beide Piloten ein gutes Set-Up. Mit Platz eins und drei fuhren Fernando Alonso und Felipe Massa die besten Ferrari-Startplätze seit knapp zwei Jahren ein.

McLaren:

Bei McLaren verzettelte sich Lewis Hamilton in F-Schacht-Diskussionen. Im ersten Training testete er mit, im zweiten ohne. Am Ende verzichtete der Weltmeister von 2008 auf das komplizierte System. Der zweite Startplatz von Jenson Button zeigte, dass es ein Fehler war. Button blieb das ganze Wochenende bei seiner Entscheidung mit F-Schacht anzutreten und war damit der einzige Pilot, der die Ferrari herausfordern konnte.

Red Bull:

Red Bull machte das Beste aus seinen Möglichkeiten. 2009 blieben Mark Webber und Sebastian Vettel noch komplett chancenlos. In diesem Jahr konnte Webber im Training wenigstens Lewis Hamilton hinter sich lassen. Wegen der Technikprobleme beim Australier musste Vettel die Setup-Arbeit übernehmen. Immer wieder sah man den Deutschen mit Signalfarbe am Auto, um die Luftströmung am Heck sichtbar zu machen.

Mercedes GP:

Bei Mercedes setzte man am Freitag zunächst auf ein Paket mit ganz wenig Abtrieb. Im Qualifying gingen die Silberpfeile wieder ein Schritt zurück, um in den Kurven nicht mehr ganz so viel zu rutschen. Laut Nico Rosberg funktionierte das F-Schacht-System immer noch nicht ganz perfekt. Trotzdem konnte der Youngster auf Rang sieben im Qualifying fahren. Michael Schumacher kam nicht so gut zurück. Platz zwölf vor seinen alten Ferrari-Fans wird den Rekordchampion nicht zufrieden stellen.

Williams:

Williams kämpfte überraschend das ganze Wochenende um den Titel vierte Kraft. "Unser neuer Heckflügel für diese Strecke funktioniert ausgesprochen gut", freute sich Nico Hülkenberg. In Kombination mit dem gut arbeitenden F-Schacht sind die blau-weißen Autos sichere Punktekandidaten. Dabei konnte "Hülk" bislang konstant schneller als Teamkollege Rubens Barrichello fahren.

Renault F1:

Nach dem starken Auftritt in Spa funktionierte der F-Schacht bei Renault in Monza nicht mehr so perfekt. Renault hatte vom Prinzip her den gleichen Flügel am Auto wie zuletzt in Belgien, bei dem die Blätter nur etwas flacher gestellt wurden. Trotzdem hatte Robert Kubica die Chance im Qualifying, mit Rosberg und Hülkenberg um Platz sieben zu kämpfen. Er bekam allerdings die Runde einfach nicht zusammen.

Force India:

Force India wollte wie im Vorjahr eine große Überraschung landen. Doch daraus wurde nichts. Schon am Freitagvormittag zeigte sich, dass der F-Schacht in Kombination mit den flachen Monza-Flügeln keine Wirkung zeigt. Das System wurde deshalb abgebaut. Mit den konventionellen Flügeln fand Adrian Sutil in den Kurven nicht den gewünschten Grip. Ein Platz in den Top Ten wäre schon ein Erfolg.

Sauber:

Am Freitag gab es bei Sauber noch Probleme mit einigen neuen Aerodynamikteilen des Monza-Pakets. Am Samstag war zumindest Kamui Kobayashi zufrieden mit dem Auto und fuhr bis auf Startplatz 13 - das maximal Mögliche. Insgesamt kommt der Sauber aber wie erwartet nicht so gut zurecht. Es fehlt einfach die Traktion. Immerhin funktioniert das F-Schacht-System.

Toro Rosso:

Toro Rosso überraschte am Samstag mit sehr guten Top-Speeds im Qualifying. Doch auf die gesamte Runde gesehen waren die Autos einfach zu langsam. Ohne F-Schacht im Repertoire verlieren Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari in den Kurven viel Zeit. Der konventionelle Flügel produziert einfach nicht genügend Grip. Die beiden Youngster fanden sich öfter Mal neben der Ideallinie wieder.

Lotus:

Bei Lotus zeigte man sich sehr zufrieden mit der Monza-Pace. Im Qualifying konnten beide Piloten sogar den Force India von Tonio Liuzzi schlagen, der allerdings mit technischen Problemen kämpfte. Die Monza-erfahrenen Ingenieure bei Lotus, viele davon ehemalige Toyota-Mitarbeiter, statteten die Autos von Heikki Kovalainen und Jarno Trulli mit Flügeln aus, die einen guten Kompromiss aus Abtrieb und Top-Speed ermöglichten. Ohne F-Schacht war allerdings nicht viel mehr drin als die Plätze 18 und 19.

Virgin:

Auch Virgin baute extra für Monza einen neuen Heckflügel. Der Frontflügel wurde dagegen nur leicht abgeändert. Wie von Timo Glock prognostiziert, reichte es nicht ganz, um mit Lotus mitzuhalten. Allerdings waren die schwarz-roten Autos auch nicht allzu weit entfernt.

HRT F1:

Wenn man sich die mausgrauen Autos des spanischen HRT-Teams genauer anschaut, fällt auf, dass sich die Aerodynamik seit dem Saisonbeginn in Bahrain kaum weiterentwickelt hat. Auch für Monza gab es keine neuen Teile. Der Heckflügel war in der Basis der gleiche, der auch in Monte Carlo zum Einsatz kam. So sind die letzten Startplätze für Bruno Senna und Sakon Yamamoto keine große Überraschung.

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