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Technik Lotus E23

"Zurück zu den Wurzeln"

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1-Test - Jerez - 2. Februar 2015 Foto: xpb 40 Bilder

Lotus hat seinen neuen E23 bereits als Computergrafik präsentiert. Jetzt laufen die Vorbereitungen für den ersten Test. Im vergangenen Jahr floppte ein riskantes Konzept. 2015 will Lotus zurück zu den Wurzeln. Teamchef Gérard Lopez erklärt, was hinter dem Lotus E23 steckt.

31.01.2015 Michael Schmidt

Mit riskanten technischen Lösungen hat Lotus schlechte Erfahrungen gemacht. 2011 zogen die Ingenieure in Enstone einen Auspuff aus dem Hut, der vor den Seitenkästen ins Freie trat. Das Auto, das damals noch Renault R31 hieß, floppte. Der Nachfolger 2012 war das glatte Gegenteil. Aerodynamisch ausgewogen, einfach abzustimmen, gut fahrbar. Ein Alleskönner, mit dem Kimi Räikkönen Dritter in der Weltmeisterschaft wurde.

Die vergangene Saison erinnerte wieder an 2011. Mit seinen ungleich langen Stoßzähnen war der Lotus E22 ein Hingucker. Doch am Ende stürzte der WM-Vierte von 2013 mit 10 WM-Punkten auf Platz 8 in der Konstrukteurs-Wertung ab.

Jetzt will Lotus-Teamchef Gérard Lopez die Erfolgsgeschichte von 2012 wiederholen. Deshalb ist der Lotus E23 ein eher konventionelles Auto. Zumindest äußerlich. "Es gibt schon ein paar neue Techniklösungen", tut Lopez geheimnisvoll. "Aber die sind unter der Verkleidung versteckt."

Lotus E23 mit neuem Fahrwerks-Konzept

Lopez spricht dabei auch die Radaufhängung an. Der FRIC-Pionier war vom Verbot der hydraulisch vernetzten Aufhängung am stärksten betroffen. Deshalb haben sich die Lotus-Ingenieure beim Fahrwerk einen neuen Trick einfallen lassen. Was genau, ist geheim. Nur so viel: Es hat nichts mit der hydro-mechanischen Aufhängung zu tun, die Force India dieses Jahr an der Hinterachse einsetzen wird.

Lopez forderte von seinen Technikern eine Rückkehr zu alten Werten: "Wir hatten meistens Autos mit einer gutmütigen Aerodynamik, die verständlich und ausbaufähig war. Beim mechanischen Grip haben wir immer zu den Besten gezählt. Unsere Autos waren einfach zu fahren, einfach abzustimmen und auf jeder Rennstrecke zuhause. Das alles ist vergangenes Jahr verloren gegangen. Der mechanische Grip war verschwunden. Der Versuch, unser Top-Speed-Defizit zu kompensieren, hat die Aerodynamik zerstört. Ich will, dass unsere Autos wieder die DNA in sich tragen, für die sie bekannt waren."

Größtes Mercedes-Plus ist die Fahrbarkeit

Größte Trumpfkarte ist der Mercedes-Motor. Auch wenn Lopez den Ball flach hält: "Ich will erst sehen, wie die anderen Motoren in diesem Jahr gehen. In dem Geschäft weiß man nie." 2014 fehlten Lotus bis zu 80 PS. Der Renault V6-Turbo und sein Elektroantrieb waren zu schwer, verlangten zu viel Kühlung, und die Leistung war nicht gleich verteilt. Leistungsspitzen machten den Fahren das Leben schwer. In der Fahrbarkeit des Mercedes-Motors sieht Lopez das größte Plus. Weil eine gleichmäßige Leistungsentfaltung auch mehr Freiheiten beim Auto erlaubt.

Der Zeitplan von Lotus ist wie bei fast allen auf die letzten Minute gestrickt. Lopez ist zuversichtlich, dass der E23 am ersten Testtag in Jerez auch auf die Strecke rollt. "Es wird eng, aber es sollte klappen. Letzte Woche haben wir die Getriebetests auf den Mercedes-Prüfständen abgeschlossen." Sein Saisonziel ist klar abgesteckt: "Ich will da wieder hin, wo wir 2012 und 2013 waren."

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