Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Technik-Test in Spielberg

Formel 1 lässt die Funken fliegen

Formel 1-Historie - Funken Foto: Wilhelm 28 Bilder

Gute Nachricht für die Fans. Die FIA hat einige Regelanpassungen für 2015 im Köcher, die die Show verbessern werden. Eine wird bereits im ersten Training zum GP Österreich ausprobiert. Die Unterböden der Autos werden mit Titanblöcken versehen. Damit kehrt der Funkenflug zurück, der in den alten Turbotagen so spektakulär war.

19.06.2014 Michael Schmidt

Der Weltverband und die Teams haben sich die Kritik der Fans zu Herzen genommen. Herausgekommen sind drei Regeländerungen, die schon 2015 eingeführt werden. Zwei müssen vorher noch getestet werden. Der erste Test findet bereits im ersten Freitagstraining zum GP Österreich statt. Schalten Sie den Fernseher ein und behalten sie zwei Autos im Auge. Den Ferrari von Kimi Räikkönen (Training 1) und den Mercedes von Nico Rosberg (Training 2).

Titanplatten sollen für Funkenflug sorgen

In beiden Fällen werden die Unterböden der Autos mit einem Schutz aus Titanplatten versehen. Ferrari 150 Millimeter hinter dem Beginn der Kufe, der Mercedes an den vorderen Kanten. Beide Teams bestätigten auf Anfrage von auto motor und sport diesen Test. Damit kehrt der Funkenflug zurück, den die Autos in den 80er Jahren bei jedem Bodenkontakt hinter sich hergezogen haben (siehe Bildergalerie). Verläuft der Test positiv, werden nächstes Jahr alle Autos mit Skidblocks aus Titanplatten ausgerüstet. An der Stelle, die mehr Funken produziert.

Bei den Silverstone-Testfahrten findet ein zweiter Versuch statt, den Sound der Motoren zu verbessern. Nach Mercedes in Barcelona soll dieses Mal Ferrari das Versuchskaninchen sein. Dabei wird eine Lösung mit zwei Auspuffrohren probiert. Das Wastegate-Ventil wird in einem separaten Endrohr platziert.
 
Die Endrohre in Form eines Megafons münden dann an bekannter Stelle übereinander oder nebeneinander. "Welche Lösung wir dann wählen hängt von der Komplexität der Umbaumaßnahmen ab. Zwei Endrohre haben Auswirkungen auf die Heckflügelaufhängung und den Monkey seat", erklärte FIA-Rennleiter Charlie Whiting.

F1-Nasen bekommen Schönheitsoperation

Und noch eine gute Nachricht gibt es für die zuletzt so leid geprüften Fans der Königsklasse. Im nächsten Jahr ist definitiv Schluss mit den hässlichen Nasen. Die Regelhüter der FIA haben eine Definition ausgetüftelt, die Ameisenbär- oder Entennasen verhindert. Demnach muss der Querschnitt der Nase 50 und 150 Millimeter hinter der Spitze ein Mindestmaß haben, dass eine symmetrische Verbreiterung der Nase garantiert ist. Dahinter darf sich die Nase nicht mehr verjüngen.

Außerdem wird es für das Zusammenfalten der ersten 150 Millimeter der Nase nicht nur einen maximalen Verzögerungswert geben, sondern auch eine Mindestgrenze. Damit der Unsinn mit den Plastiknasen aufhört, die wie im Fall von McLaren bereits abbrechen, wenn das Auto vom Wagenheber fällt.

Und dann gibt es noch ein Verbot. Eine Idee wird es erst gar nicht in ein Rennauto schaffen. Einige Teams dachten darüber nach, die Bremsscheibe mit einer anderen Geschwindigkeit rotieren zu lassen als das Rad, um die dadurch entstehende Luftzirkulation für die Aerodynamik zu nutzen. Dazu Whiting: "Das hätte eine komplizierte Übersetzung in den Radträgern erfordert, die wieder viel Geld gekostet hätte. Die Regel lautet deshalb: Bremsscheibe und Rad müssen sich mit der gleichen Geschwindigkeit drehen."

In unserer Bildergalerie zeigen wir noch einmal spektakuläre Fotos von F1-Autos, bei denen die Funken fliegen.

Umfrage
Funkenflug in der Formel 1 - coole Sache oder unnötig?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden