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Red Bull Schlagschrauber 2013 24 Bilder Zoom

Technik-Tricks: Das Geheimnis der Red Bull-Boxenstopps

Red Bull schlägt die Konkurrenz nun auch in der Boxengasse. Die Serie der Reifenwechsel beim GP Malaysia beim Titelverteidiger war imposant. Bei fünf von sechs Versuchen stellte Red Bull einen neuen Rekord auf. Die Konkurrenz ist nun auf der Suche nach dem Geheimnis der Express-Abfertigung.

Red Bull war in Malaysia nicht nur auf der Strecke die schnellste Kombination, sondern auch in der Boxengasse. Gleich fünf der sechs Boxenstopps lagen unter 2,5 Sekunden. Das nötigt auch der Konkurrenz Respekt ab. "Einen oder zwei solcher Superstopps kannst du schon mal hinkriegen. Aber gleich fünf in dieser Konstanz, das ist echt beeindruckend", applaudiert McLaren-Sportdirektor Sam Michael.

McLaren hatte im letzten Jahr mit der Rekordjagd begonnen. Jenson Buttons zweiter Stopp in Hockenheim dauerte nur 2,31 Sekunden. Seit dem GP Malaysia steht die neue Bestmarke von Red Bull-Pilot Mark Webber bei 2,09 Sekunden. Und alle fragen sich, wie das möglich ist.

Super-Stopps mit Methode

Sam Michael vermutet den Unterschied in der Ausrüstung. Bei einer Einzelleistung könne man davon ausgehen, dass die Mechaniker einfach einmal einen guten Tag hatten. Aber das, was Red Bull da in Sepang gezeigt hat, riecht nach Methode. "Das schafft du nicht mit besserem Training", meint Michael.

"Unsere Jungs sind sicher um nichts schlechter als die von Red Bull. Und die Trainingsmethoden wurden bei allen optimiert." Im Vergleich zu den besten Wochenenden 2012 war das für Red Bull eine Steigerung um eine halbe Sekunde pro Stopp. Michael: "Einen solchen Sprung schaffst du meistens nur mit Neuentwicklung bei der Ausrüstung."

Schlagschrauber verpackt statt versteckt

Doch was hat Red Bull gemacht, um die Boxenstopps verlässlich derart zu beschleunigen? Im Verdacht stehen natürlich sofort die Schlagschrauber, die Red Bull immer sofort nach Gebrauch in Plastiktaschen versteckt. Das Grundmodell stammt wie bei allen Teams von der italienischen Firma Paoli, aber danach beginnt die Arbeit erst. Die Techniker adaptieren die Schlagschrauber nach ihren Bedürfnissen oder geben Spezialwünsche in Auftrag.

Williams-Teammanager Dickie Stanford glaubt nicht, dass Red Bull etwas verstecken will, wenn man die Werkzeuge nach jedem Boxenstopp wieder sauber verpackt. "Sie wollen wahrscheinlich nur verhindern, dass Schmutz eindringt. Die Dinger sind wahnsinnig empfindlich und sehr wartungsintensiv. Da können schon ein paar Staubkörner für Fehlfunktionen sorgen."

Red Bull-Schrauber unter Hochdruck

Experten glauben, dass Red Bull die Schlagschrauber mit höheren Drücken einsetzt. Der Antrag von Lotus, den Druck der Schlagschrauber auf 20 bar zu begrenzen, wurde im Kreis der Teams nicht einstimmig abgesegnet und damit abgelehnt. Bei Red Bull ist von Drücken von bis zu 40 bar die Rede.

"Man kann hören, dass sie die Radmutter mit mehr Druck draufhämmern als andere", sagt Stanford. Sam Michael vermutet einen anderen Trick: "Ich bezweifle, dass jemand über 30 bar geht. Vielleicht haben sie den Umschaltmechanismus der Drehrichtung vereinfacht. Er könnte jetzt elektrisch statt mechanisch sein. So etwas kann Zeit sparen."

Boxenstopp mit Technik-Trick?

Die Konkurrenz hat sich Videomaterial von Red Bull-Stopps besorgt und die Arbeit der Mechaniker bis in die letzte Sequenz analysiert. Williams ist aufgefallen, dass der größte Zeitgewinn beim Draufstecken des Rades auf die Achse entsteht. "Bei uns wird das neue Rad kerzengerade auf die Radnabe geschoben. So kann es nicht schräg stehen, und der Mann am Schlagschrauber hat einfachere Arbeit", erzählt Stanford.

Der zuständige Mechaniker muss dazu exakt in Position stehen und kommt manchmal in Konflikt mit dem Kollegen, der dahinter sitzt und den Schlagschrauber betätigt. "Bei Red Bull werfen die Jungs das Rad von der Seite mit Schwung auf die Achse und schauen gar nicht, ob es richtig sitzt. Das scheint wie von selbst zu gehen", wundert sich Stanford. Jetzt geht der Verdacht um, dass Red Bull die Radnaben, Radmuttern und Räder so modifiziert hat, dass sich das Rad automatisch zentriert, egal wie präzise der Mann das Rad aufsteckt.

In der Bildergalerie haben wir die Fotos zu den Red Bull Super-Stopps.

Michael Schmidt

Autor

Foto

xpb

Datum

10. April 2013
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