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Technik-Update

Force India zeigt radikales Nasen-Design

Pascal Wehrlein - Force India - Formel 1 - Test - Spielberg - 24. Juni 2015 Foto: ams 33 Bilder

Force India hat am ersten Testtag von Spielberg die ersten der angekündigten Update-Teile ausgepackt. Auch mit der neuen Nase wurden Daten gesammelt. Wir zeigen Ihnen die radikal gezeichnete Frontpartie.

23.06.2015 Tobias Grüner

Wenn man denkt, man hat in der Formel 1 schon alles gesehen, dann kommen die Ingenieure doch plötzlich mit neuen Ideen um die Ecke. Die neue Nase von Force India ist solch ein Beispiel. Im Gegensatz zu den Stummel- oder Surfboard-Varianten der Konkurrenz haben sich die Techniker für eine Lösung mit 2 auffälligen Löchern in der Frontpartie entschieden.

Neue Force India-Nase mit Löchern

Beinahe blieb das Update unentdeckt. Als die Strecke in Spielberg nach der Mittagspause langsam abtrocknete, hatte der VJM 08 noch die alte Version montiert. Doch kurz vor Ende der um 2 Stunden verlängerten Sitzung, schraubten die Mechaniker dann doch noch die neue Variante samt neuem Frontflügel und Leitblechen ans Auto. Mit Sensoren unter der Nase sammelten die Ingenieure erste Aero-Daten.

Der ungewöhnliche Look rief in den sozialen Netzwerken unterschiedliche Reaktionen hervor. Viele F1-Fans freuten sich, dass sich Force India eine individuelle Lösung ausgedacht hat. Andere verglichen das Design mit einem Enten-Schnabel oder einem USB-Stecker. Einigte fragten sich, ob die Lösung legal ist.

Windkanal-Daten versprechen deutlichen Fortschritt

Diese Frage können wir beantworten: Die Nase ist legal. Sie hatte den nötigen FIA-Crashtest im zweiten Anlauf bestanden. Gegen die beiden Löcher hat das Reglement nichts einzuwenden. Ob sie die Durchströmung der Frontpartie wirklich so funktioniert wie von den Ingenieuren geplant, muss sich erst noch zeigen. Eine eigenwillige Lösung ist bekanntlich nicht automatisch immer gut.

Die Daten aus dem Windkanal und den Simulationen versprechen einen großen Schritt nach vorne. Die Ingenieure sind allerdings vorsichtig. Auch Nico Hülkenberg äußerte sich am Österreich-Wochenende vorsichtig: "Ich warte lieber ab mit Ankündigungen. Es sieht gut aus, aber warten wir erstmal ab, was von den Fortschritt auf der Strecke ankommt."

Die neue Nase ist in der Länge übrigens nicht kürzer als die alte. Das könnte sich aber bald ändern. Nach den letzten Entwicklungsplänen soll nach der Sommerpause noch einmal in Sachen Frontpartie nachgelegt werden. Beim GP Belgien soll der zweite große Update-Schritt der Saison folgen.

Neuer Frontflügel im Red Bull-Design

Interessant ist aber nicht nur die neue Nase selbst, sondern auch der daran angepasste Frontflügel. Das Layout der Flaps und der Kaskaden erinnert an die Lösung, die Red Bull bereits im Vorjahr salonfähig gemacht hat. Bisher hatte Force India immer ein Modell ähnlich wie Mercedes mit einer vertikalen Finne auf den Hauptblatt verwendet.

Die Nähe zu Red Bull könnte kein Zufall sein. In der Winterpause war ein Aerodynamiker aus Milton Keynes zu Force India gewechselt. Der neue Mann im Design-Büro soll einige neue Ideen mitgebracht haben, die nun in das neue radikal veränderte Aero-Konzept eingeflossen sind.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen das erste Bild der neuen Force India-Nase, den Vergleich mit dem alten Modell und den Versionen der Konkurrenz.

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