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Formel 1: Die Barcelona Technik-Updates

Viele neue Teile beim GP Spanien

Fernando Alonso Foto: Ferrari 22 Bilder

Beim Formel 1-Europaauftakt in Barcelona präsentieren die Teams traditionell zahlreiche Technik-Updates. Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr die Heckflügel und die Außenspiegel. Wir sagen Ihnen, was Mercedes, Ferrari & Co. an Neuheiten im Gepäck haben.

03.05.2010 Tobias Grüner

Barcelona ist bei vielen Teams mit großen Hoffnungen verbunden. In den drei Wochen Rennpause seit Shanghai lief die Entwicklung in den Designbüros auf Hochtouren. Bis zur letzten Minute wurden neue Teile gefertigt und an die Boliden geschraubt. Wer in den ersten vier Rennen noch nicht konkurrenzfähig war, bekommt in Spanien eine zweite Chance. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat allerdings auch gezeigt: Wer in Barcelona immer noch im Rückstand ist, wird es im Rest der Saison schwer haben.

"Wir werden in Barcelona einen größeren Schritt nach vorne machen, als das bei den Überseerennen davor möglich war", hofft Michael Schumacher auf die Wende zum Guten. Allerdings warnt der Rekordweltmeister auch vor übertriebenen Erwartungen: "Es wäre nicht realistisch, uns gleich im Kampf um die Spitze zu erwarten."

Neues Chassis für Schumacher

Schumacher wird in Spanien ein neues Chassis verwenden, mit dem er bereits bei den Wintertests unterwegs war. In einer größeren Operation verpassten die Ingenieure dem Silberpfeil zudem einen längeren Radstand, eine neue Hinterachse neue Flügel sowie eine modifizierte Motorabdeckung.
 
Bei Mercedes will man zudem weiter am Heckflügeltrick nach McLaren-Vorbild arbeiten. Dabei befindet sich das Team von Ross Brawn in guter Gesellschaft. Auch Sauber, Williams und Ferrari werden versuchen, den Luftfluss so geschickt durch das Heckleitwerk zu dirigieren, dass bei hohen Geschwindigkeiten die Strömung abreißt.

Ferrari testet Aerodynamik in Vairano

"Solche Systeme werden irgendwann in diesem Jahr in der ganzen Startaufstellung vertreten sein", prophezeit der neue Sauber-Technikchef James Key. Ferrari hat für die Heckflügel-Entwicklung sogar einen der vier erlaubten Aerodynamik-Tests geopfert. Giancarlo Fisichella testete die neuen Teile am Wochenende auf der Rennstrecke von Vairano. Auch Toro Rosso war auf der Piste in der Nähe von Mailand unterwegs. Das kleine Privatteam will in Barcelona eine neue Motorabdeckung und neue Lufteinlässe für die Bremsenkühlung zeigen.
 
Neben Mercedes muss auch Sauber einen spürbaren Schritt nach vorne machen. Die Schweizer stehen mit null Punkten am Ende des Feldes. Neben dem Heckflügelsystem soll ein neuer Diffusor und eine modifizierte Frontpartie das Auto schneller machen. Bei Konkurrent Williams steht ein neuer Frontflügel und modifizierte Seitenkästen auf der Neuheitenliste. Ebenfalls im Mittelfeld hofft Force India auf einen Sprung nach vorne. Das Team von Adrian Sutil zeigt einen neuen Frontflügel und neue Bargeboards. Auch auf der mechanischen Seite hofft man auf Verbesserungen, um die Schwächen in langsameren Kurven auszumerzen.

FIA fordert Änderung der Rückspiegel

Williams, Sauber und Force India müssen zudem noch die Position der Rückspiegel verändern. Nach Klagen der Fahrer hat die FIA die Teams verdonnert, die Seitenspiegel wieder direkt an der Cockpitwand zu montieren. Auch Ferrari, Red Bull, Toro Rosso, und HRT sind von der Sicherheitsmaßnahme betroffen.

Einen massiven Sprung nach vorne erhoffen sich vor allem die Neulinge. Timo Glock kommt mit einem neuen Chassis nach Barcelona, mit dem die Benzinprobleme hoffentlich der Vergangenheit angehören. Auch Lotus will gleich zwei Schritte auf einmal machen: "Das Barcelona-Paket", so Technikchef Mike Gascoyne, "war sechs Monate im Windkanal. Das Heck wird schlanker, der Einzug der Seitenkästen extremer, der Radstand unter Umständen länger, und wir werden Massenträgheitsdämpfer in das Fahrwerk integrieren. Unser Auto wird mindestens eine Sekunde schneller sein."

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