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Technik-Updates beim GP Spanien

Das große Wettrüsten in Barcelona

Ferrari Formel 1 Technik GP Spanien 2012 Foto: Ferrari 38 Bilder

Mit dem GP Spanien beginnt die Saison zum zweiten Mal neu. Alle Teams hatten Ausbaustufen dabei. Manche weniger umfangreich als gedacht. Wir zeigen Ihnen in einer großen Fotogalerie, was an den einzelnen Autos neu ist.

12.05.2012 Michael Schmidt

Das große Wettrüsten ging mit dem GP Spanien in seine erste Runde. Während die Formel 1-Teams in Übersee tourten, haben die Ingenieure daheim fleißig in ihren Denkstuben und Windkanälen gearbeitet. Alle Autos kamen mit Modifikationen nach Barcelona. Aber nicht alle Neukonstruktionen funktionierten. Toro Rosso und Caterham mussten einen Teil der Änderungen, die sie in Mugello ausprobiert hatten, wieder zurücknehmen. Wir gehen die Teams und ihre Upgrades im Detail durch.

Red Bull

Die Weltmeistertruppe brachte eine neue Motorverkleidung nach Barcelona. Sie ist hinten komplett geschlossen und bis auf den Unterboden heruntergezogen. Die heiße Abluft der Kühler verlässt die Abdeckung nur noch durch das Ofenrohr am Ende der Airbox. Deshalb wurde der Schlitz auf den Seitenkästen direkt über den Kühlern größer. Dort wird ein Teil der heißen Luft sofort abgeführt.

Auch an den Auspuffschächten wurde herumgedoktert. Die geteilten Leitbleche unter der Nase sind nicht mehr zueinander versetzt sondern parallel. Sebastian Vettel und Mark Webber probierten am Freitag zwei unterschiedliche Versionen. Die neue war nicht unbedingt ein Fortschritt. Die Fahrer monierten ein nervöses Fahrverhalten.

McLaren

Der McLaren MP4-27 trug die neue Nase, die etwas dünner ist und damit höher über der Straße liegt. Die Stelzen, an denen der Flügel hängt, sind etwas weiter voneinander entfernt. So kommt mehr Luft am Diffusor an. Der Crashtest wurde im ersten Anlauf bestanden. Unter der Nase sind zwei neu gestaltete Leitbleche angebracht. Auch der Frontflügel ist neu.

Am Ansatz der Seitenkästen waren je zwei vertikale Finnen angebracht. Die Techniker sprechen von "Vortex-Generatoren". Sie erzeugen Wirbelzöpfe, die die Strömung nach hinten in einem engen Fenster halten. Auch die vorderen Bremsbelüftungen wurden modifiziert.

Ferrari

Das große Update fiel weniger groß aus als gedacht. Den nach innen zielenden Auspuff und die dazugehörige Motorabdeckung haben wir schon in Mugello gesehen. Auch den Heckflügel mit den geänderten Endplatten. In Barcelona kamen ein neuer Frontflügel und ein neuer Diffusor dazu. Fernando Alonso: "Ein deutlicher Fortschritt. Aber auch die anderen sind besser geworden."

Mercedes

Michael Schumacher fuhr das neue Karbongetriebe. Nico Rosberg musste noch mit dem alten Aluminiumteil vorliebnehmen. Mit dem Karbongetriebe hat sich auch die Geometrie der Hinterachse geändert. Alles Richtung Reifen schonen. Der neue Frontflügel mit weiter ausgestellten Pylonen und Motorabdeckung wurden bereits in Mugello gezeigt.

Lotus

In einem Kraftakt haben die Techniker in Enstone einen neuen Frontflügel fertiggestellt. Es ist eine neue Spielart des Flügels, der bei seiner Premiere in Shanghai nicht funktioniert hat. Vor allem an den Endplatten wurde noch einmal kräftig Hand angelegt. Dazu gab es neue Bremstrommeln.

Williams

Williams hatte in Mugello drei Auspuffvarianten ausprobiert. Den standardmäßigen, der bündig mit der Motorabdeckung abschließt und nach innen zielt. Eine McLaren-Kopie und eine Spielart, bei der die Endrohre aus einer Falte an der Außenseite der Seitenverkleidung austreten. Version Nummer drei kam in Barcelona zum Einsatz. Dazu der neue Heckflügel mit vier Fransen am unteren Ende der Endplatten.

Force India

Vom neuen Auspuff à la McLaren gab es nur zwei Kits. Dafür lagen in der Force India-Box reichlich Frontflügel herum. Je vier Satz vom alten und vom neuen. Der neue kam ans Auto. Die Simulationen versprachen einen Zeitgewinn von einer halben Sekunde.

Sauber

Sauber hatte sein Facelift bereits in Mugello gezeigt. Frontflügel, Leitbleche, Motorabdeckung, Auspuff und Unterboden waren neu. Auch bei Sauber spricht man von einem Zeitgewinn von einer halben Sekunde. "Leider ist der Fortschritt nicht immer so groß wie vorher in der Simulation berechnet", zog Teamchef Peter Sauber ein erstes Zwischenfazit.

Toro Rosso

Der McLaren ähnliche Auspuff blieb in der Kiste. Toro Rosso fuhr wieder mit der alten Variante, bei der die Endrohre vor den vorderen Querlenkern der Hinterachse austreten. Die Auspuffgase werden von den Streben nach unten Richtung Diffusor abgelenkt. Neu dafür waren der Frontflügel und der Diffusor.

Caterham

Der neue Auspuff nach McLaren-Vorbild wurde samt Motorabdeckung zuhause in der Fabrik gelassen. Auch das modifizierte Bremssystem bestand den Härtetest in Mugello nicht. Nur einer der beiden neuen Heckflügelvarianten hat es in Spanien ans Auto geschafft.

Marussia

Die Änderungen waren kaum zu sehen. Kleinigkeiten am Frontflügel und am Diffusor. Der Computer spricht aber von vier Zehntel Zeitgewinn. Am Auto von Timo Glock wurden die hintere Crashstruktur und das gesamte Bremssystem getauscht.

HRT

Auch HRT hat am Auto gearbeitet. Das Team musste wegen des Umzugs in die neue Fabrik in Madrid die Testfahrten in Mugello auslassen. Der neue Frontflügel hat nur noch einen einteiligen Flapp statt der zweiteiligen Variante vom Saisonstart.

Alle wichtigen Updates aus Barcelona finden Sie in unserer Fotogalerie.

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