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Technik-Updates GP Bahrain

Williams und Force India legen nach

Williams - GP Australien 2016 Foto: ams 21 Bilder

Die Mercedes-Kunden Williams und Force India sind nicht mehr allein im Verfolgerpulk hinter Mercedes und Ferrari. Red Bull, Toro Rosso, HaasF1 und bald schon McLaren-Honda machen Druck. Deshalb wollen Williams und Force India aufrüsten.

28.03.2016 Michael Schmidt

Der GP Australien war nach Einschätzung von Niki Lauda "ein Rennen, das man sich merken wird". Nicht nur, weil Sebastian Vettel den Mercedes-Fahrern das Gewinnen so schwer wie möglich machte. Sondern auch, weil dahinter mit harten Bandagen gekämpft wurde. Red Bull, Toro Rosso, HaasF1, Williams und Force India inszenierten ihr eigenes Rennen um die besten Plätze hinter Mercedes und Ferrari.

Im letzten Jahr waren diese Positionen meistens für Williams und Force India reserviert. Nur Red Bull konnte den Mercedes-Kunden in die Suppe spucken. Das hat sich geändert. Der Mercedes-Motor ist kein Garantieschein mehr, dass man die Rosinen hinter den beiden Top-Teams aufklaubt. Red Bull hat wie üblich ein exzellentes Chassis, und der Renault V6-Turbo ist im Renn-Trim ein ordentlicher Motor geworden. Ab dem GP Kanada sind 35 PS mehr versprochen.

Toro Rosso ist ein ähnlich gutes Auto wie Red Bull gelungen. Der 2015er Ferrari-Motor liegt von der Power zwischen Mercedes und Renault. Und er ist zuverlässig. HaasF1 ist motorisch noch besser gerüstet. Dem aktuellen Ferrari-Triebwerk fehlt nicht mehr viel auf Mercedes. Dafür sucht das US-Team noch Abtrieb. Da sind Red Bull und Toro Rosso besser bestückt. Auch McLaren-Honda kündigt sich schon an. Mit einem exzellenten Auto und viel Spielraum nach oben beim Motor. Wenn Honda auf die Vorkammerzündung umstellt.

Was bringt die Williams-Kurznase?

Das setzt Williams und Force India unter Druck. Die Mercedes-Klientel muss beim Chassis nachlegen, um die neue Konkurrenz in Schach zu halten. Williams fängt gleich damit an. In Bahrain debütiert die kurze Nase mit dem neuen Frontflügel und modifizierten Leitblechen. Laut Technikchef Pat Symonds der größte Schritt der letzten zwei Jahre.

Das einzige Exemplar geht an Felipe Massa. Relevant ist der Punktestand nach Melbourne. Massa wurde unauffällig Fünfter, auch begünstigt durch die richtige Reifenentscheidung beim Re-Start. Der Brasilianer fuhr mit der Mercedes-Taktik. Bottas war nach dem verkorksten Qualifying und der Getriebestrafe von Beginn an chancenlos.

Force India mit Luftkanal in Vorderachse

Auch Force India reagiert. Mit einer kleinen Ausbaustufe, die ursprünglich früher hätte debütieren sollen. Die Techniktruppe um Andy Green rüstet in Bahrain mit der Luftdurchleitung durch die Vorderachse und neuen Bremsbelüftungen vorne nach. Das soll die von den Vorderrädern erzeugten Verwirbelungen besser vom Auto fernhalten und die Strömung nach hinten verbessern.

Große Hoffnung setzt Force India auf das Upgrade für den GP Spanien. "Die Zahlen sind gut", verspricht Green. Nico Hülkenberg und Sergio Perez können es kaum erwarten. Im Vergleich zu Red Bull, Toro Rosso und Williams fehlt noch Speed. Sie wollten in Melbourne mit einer Einstopp-Strategie groß punkten. Doch die rote Flagge kam zur falschen Zeit. "Sie hat allen anderen einen Boxenstopp geschenkt", ärgerte sich Hülkenberg.

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