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Technik GP China 2016

Toro Rosso mit schiefem Heck

Toro Rosso - Technik - GP China 2016 Foto: sutton-images.com 25 Bilder

Obwohl die erste große Update-Welle der Saison erst für Barcelona erwartet wird, konnte man auch in Shanghai schon einige interessante Entwicklungsteile erkennen. Doch nicht überall ging die Entwicklung in die richtige Richtung.

21.04.2016 Tobias Grüner

Williams arbeitet weiter unter Hochdruck daran, den Rückstand auf Mercedes und Ferrari zu verkürzen. Beide Autos waren im ersten Training mit leicht veränderten Bremsverkleidungen auf der Hinterachse unterwegs. Doch der Fortschritt erwies sich als Rückschritt. Die Carbonteile scheuerten an den Felgen und sorgten bei Felipe Massa gleich für zwei Plattfüße.

Schwerwiegender als die demolierten Felgen war der Schaden am neuen Frontflügel, den sich der Brasilianer beim Abfang-Versuch nach dem Reifenplatzer eingehandelt hatte. Von dem Entwicklungsteil, das Williams zusammen mit der Kurznase in Bahrain vorgestellt hatte, gab es nach wie vor nur ein Exemplar.

Williams wollte den Frontflügel zunächst über Nacht noch retten. Doch der Versuch scheiterte. "Wir können ihn reparieren. Aber nicht vor Ort an der Strecke, sondern in der Fabrik. Das Risiko wäre zu groß gewesen, wenn wir den Flügel provisorisch gefixt hätten. Dafür ist der Frontflügel einfach ein zu sicherheitsrelevantes Teil", erklärte Technik-Chef Pat Symonds.

Toro Rosso mit weniger Luftwiderstand

Auch Toro Rosso machte beim China-Gastspiel mobil. Technikchef James Key hatte bei der Vorstellung des Autos in Barcelona bereits angedeutet, dass die späte Entscheidung zum Wechsel auf den alten Ferrari-Motor zu einigen Kompromissen unter der Haube führte. Zum dritten Rennen waren nun die ersten Korrekturen beim sogenannten "Packaging" fertig.

Von außen wurde die platzsparende Unterbringung von Antriebs- und Kühl-Elementen durch eine asymmetrische Öffnung in der Motorhaube sichtbar. Je schlanker ein Auto in diesem Bereich baut, desto geringer der Luftwiderstand und desto besser die Anströmung des Hecks. Jeder Millimeter weniger spiegelt sich positiv in Rundenzeit wider.

Wegen des PS-schwachen Vorjahres-Ferrari-Triebwerks ist eine effiziente Aerodynamik für Toro Rosso besonders wichtig. Neben der Verschlankung brachten die Ingenieure für das China-Gastspiel auch noch einen neuen Heckflügel, der weniger Luftwiderstand - aber auch weniger Abtrieb - bot. "Der Flügel hat das gebracht, was wir uns von ihm versprochen haben", freute sich Key.

Haas, Renault und Red Bull mit neuen Frontflügeln

Bei Neuling HaasF1 ist die Entwicklungsmaschine ebenfalls angelaufen. Am Frontflügel des US-Teams konnte man erste Veränderungen erkennen. Die sogenannten Kaskaden-Elemente, also die vertikalen Aufbauten auf dem Hauptblatt, wurden modifiziert. Mit einer diagonal montierten zusätzlichen Finne soll der Luftfluss zum Heck verbessert werden. Ein zusätzliches kleines Leitblech im äußeren Bereich lenkt die Strömung effizienter um den Vorderreifen herum.

Im Rennen fuhren Grosjean und Gutierrez aber noch die alte Version. Man wollte sich nicht durch das Update verwirren lassen und erst die Daten aus dem Training analysieren, begründeten die Ingenieure des US-Teams den Schritt. Neben HaasF1 hatten auch Renault und Red Bull neue Frontflügel im Gepäck.

Im Entwicklungswettlauf der beiden Top-Teams Ferrari und Mercedes ging es in China dagegen ungewöhnlich ruhig zu. Bis auf kleinere Retuschen an der vorderen (Mercedes) und hinteren (Ferrari) Bremsverkleidung suchten die Technikfans vergeblich nach Updates.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die kleineren und größeren Technik-Updates vom GP China.

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