Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Technik-Updates GP Monaco 2016

Red Bull ändert Heckflügel-Philosophie

Red Bull - Technik - GP Monaco 2016 Foto: sutton-images.com 39 Bilder

Nach dem großen Upgrade-Festival in Barcelona hatten die Teams auch für Monaco noch einige neue Teile im Gepäck. Allerdings kamen nicht alle Modifikationen auch beim Rennen zum Einsatz. Wir zeigen die Highlights in der Galerie.

02.06.2016 Tobias Grüner

Normalerweise bringen die Teams keine großen Technik-Updates für den Klassiker in Monaco. Das Rennen in den engen Gassen des Fürstentums ist so speziell, dass es sich kaum lohnt, hier neue Aerodynamik-Teile auszuprobieren. Bei der komplizierten Suche nach dem richtigen Setup für den welligen Straßenkurs wollen sich die Ingenieure und Fahrer nicht noch mit der Evaluierung von Upgrades ablenken lassen.

Monkey-Seats für Monaco

Mehr als die Übersetzung der Lenkung, die speziell für die enge Loews-Kehre angepasst werden muss, wird in der Regel an den Autos nicht geändert. Dieses Jahr konnte man aber hier und da doch noch ein paar interessante Modifikationen erkennen.

Toro Rosso, Manor, Mercedes, Williams und McLaren hatten zum Beispiel neue Monkey-Seats im Gepäck, die für etwas mehr Abtrieb im Heck sorgen sollten. Doch bei McLaren kam das neue Teil am Ende doch nicht zum Renneinsatz. Die Ingenieure entschieden sich nach dem Freien Training am Donnerstag für eine schlankere Variante.

Auch bei Renault wurde zurückgerüstet. Eine neue Vorderradaufhängung, die bei den Testfahrten in Barcelona erstmals ausprobiert und für gut befunden wurde, funktionierte in Monte Carlo offenbar nicht wie gewünscht. Beide Piloten kritisierten das unberechenbare Fahrverhalten. Und so wurde wieder die alte Version eingebaut.

Immerhin funktionierte der neue Renault-Motor tadellos. Drei Token hatten die Antriebsspezialisten aus Viry-Chatillon für die Modifizierung des Brennraums eingesetzt. 30 PS soll der Fortschritt des Upgrades betragen, was sich auf der Strecke in Monaco in einem Zeitgewinn von zwei bis drei Zehnteln widerspiegelt.

Neben Kevin Magnussen kam auch Daniel Ricciardo in den Genuss des Power-Boosts von Renault. Red Bull brachte zudem auch noch einen neuen Heckflügel für die Hafenrundfahrt mit. Das Technik-Team um Adrian Newey wechselte dabei die Aerodynamik-Philosophie der Endplatte.

Statt einer Version mit zwei breiten Schlitzen im unteren Bereich, wie sie auch von McLaren oder Mercedes verwendet wird, wurde auf eine Variante mit filigraneren Lamellen umgerüstet. Das Ausflattern im unteren Bereich produziert gezielte Wirbel, mit denen die Endplatte virtuell verlängert wird. Das stabilisiert den Luftstrom im Heck.

Force India-Upgrades funktionieren

Auch bei Force India waren die Ingenieure fleißig. Mit etwas Verspätung kam nach dem großen Barcelona-Upgrade in Monaco noch ein neuer Unterboden hinterher. Im sensiblen Bereich vor den Hinterreifen waren an der Außenseite 16 kleine Schlitze eingefügt worden.

Hier werden künstliche Wirbel erzeugt, um den Diffusor gegen das seitliche Austreten der Luft abzudichten. Force India fährt im Heck eine relativ große Anstellung von 1,9 Grad. Das Abdichten ist besonders wichtig, damit die Strömung am Diffusor nicht abreißt. Auch hier wurde das Update als Fortschritt gewertet. Perez fuhr damit immerhin aufs Podium.

In der Galerie zeigen wir die neuen Teile und andere Highlights von der Technikfront.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden