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Technik-Updates Silverstone

Wer hat das beste England-Facelift?

Caterham Technik Affen GP England 2012 Foto: Wilhelm 33 Bilder

Nicht nur die Top-Teams rüsten auf. Auch im Mittelfeld wird fleißig entwickelt. Sauber, Williams und Force India haben Blut geleckt. Und hinter dem Mittelfeld geht es um die Plätze neun bis elf. Caterham und Marussia haben ihre Autos auf den Kopf gestellt.

07.07.2012 Michael Schmidt

Bald ist Halbzeit in dieser verrückten Formel 1-Saison. In Valencia lagen im Q2 elf Autos innerhalb zwei Zehntelsekunden. Caterham hatte erstmals ToroRosso besiegt. Jetzt wird nachgelegt. Das Mittelfeld rüstet auf. Wobei man im Fall von Sauber und Williams schon von Siegkandidaten sprechen darf. Während McLaren sich mit einem neuen Frontflügel begnügt und Mercedes lediglich Setup-Varianten analysiert hat, ging bei den Teams dahinter im Konstruktionsbüro das Licht nicht mehr aus.

Force India fährt ins Ungewisse

Sauber bringt einen neuen Heckflügel, Modifikationen am Diffusor und eine geänderte Motorabdeckung. Es ist das letzte große Facelift in diesem Jahr. "Ich bin schon voll mit dem 2013er Auto beschäftigt", erzählt Technikchef Matt Morris.

Force India hat einen neuen Unterboden, anders geformte Seitenkästen und ebenfalls einen neuen Heckflügel. Die Ingenieure wollten keine großen Ansagen machen, "aber zwei, drei Zehntelchen sollte es schon bringen", hofft Nico Hülkenberg. Nachsatz: "Die anderen haben ja auch zugelegt. Da müssen wir uns schon lang machen." Es ist ein bisschen eine Fahrt ins Ungewisse. Die Force India-Piloten konnten die neuen Teile im Simulator nicht gegenchecken. "Das Simulator-Modell wurde nicht rechtzeitig fertig."

Caterham vorne und hinten mit Neuerungen

Williams hat neue Flügel vorne und hinten, dazu Retuschen an der Verkleidung sowie modifizierte Bremsbelüftungen. Bruno Senna gibt sich abwartend: "Es ist schwer, den Fortschritt zu quantifizieren, aber jede kleine Steigerung ist willkommen, so eng wie es hier zugeht. Das haben wir in Barcelona gesehen. Da kamen neue Teile ans Auto, und Pastor hat gewonnen."

Am Ende des Mittelfeldes kämpfen Caterham und Marussia um den Anschluss. Caterham gab schon in Valencia mit einem neuen Frontflügel einen Vorgeschmack. In Silverstone gibt es schon wieder eine neue Spielart davon. "Dazu ist das komplette Heck neu", freut sich Heikki Kovalainen. Soll heißen: Unterboden, Auspuff, Motorabdeckung, Heckflügel. Der Auspuff à la McLaren wurde bereits einmal in Mugello getestet. Er brauchte aber noch ein paar Retuschen, um zu funktionieren.

Das Papier verspricht eine Steigerung um eine halbe Sekunde. "Abwarten", wehrt Kovalainen ab. "Bislang konnten wir die Versprechen nie ganz einhalten. Diesmal aber gibt es Anzeichen, dass die Zahlen stimmen könnten."

Marussia setzt auf neue Flügel

Auch Timo Glock hofft, dass sich die Welt der Daten in die Realität übertragen lässt. Die Simulationen lassen einen Fortschritt von einer halben Sekunde bis acht Zehntel erwarten. "Das muss auch sein", fordert Glock. "Sonst bleiben wir, wo wir sind. Die Teams vor uns werden sich ja auch verbessern."

Kernstück der B-Version des Marussia sind neue Flügel vorne und hinten. Vor allem der Heckflügel macht Mut. "Mehr Abtrieb bei weniger Luftwiderstand", erzählt Glock. Der nach McLaren-Vorbild in die Seitenkästen eingelassene Auspuff ist noch mit einem Fragezeichen behaftet. Um seine volle Wirkung zu entfalten, muss auch das Motormanagement angepasst werden. Und da hinkt Cosworth der Konkurrenz noch hinterher.

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