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Technik-Upgrades GP Singapur 2016

Ferrari-Frontflügel zeigt Zähne

Renault - Technik - Formel 1 - GP Singapur 2016 Foto: xpb 37 Bilder

In Singapur stand die letzte große Upgrade-Runde des Jahres an. In vielen Garagen konnte man neue Teile an den Autos erkennen. Dabei handelte es sich nicht nur um Modifikationen, die für eine bessere Pace sorgen. Wir haben die Highlights von der Technik-Front in unserer Galerie.

22.09.2016 Tobias Grüner

Sieben Rennen vor dem Ende der Saison werden die Uhren in den Formel 1-Fabriken endgültig auf 2017 umgestellt. Die meisten Teams werden mit der Singapur-Spezifikation bis zum Finale in Abu Dhabi antreten. Bei begrenzten Ressourcen in den Entwicklungsabteilungen kann es sich keiner leisten, kurz vor der Ausmusterung noch unnötig lange an den „alten“ Autos zu arbeiten.

Manor mit neuem Flügel und LED in der Nase

Nach den beiden schnellen Strecken in Spa und Monza hat sich Singapur traditionell als letztes großes Upgrade-Festival des Jahres herauskristallisiert. Auf dem winkligen Stadtkurs ist zum ersten Mal seit fast zwei Monaten wieder maximaler Abtrieb gefragt. Selbst kleine Teams wie Manor hatten noch einmal ein Paket für das Nachtrennen geschnürt.

Für Pascal Wehrlein und Esteban Ocon gab es neue Frontflügel und einen modifizierten Unterboden. Die meiste Aufmerksamkeit erregte aber ein Update, das gar nicht zur Performance-Steigerung beitrug. In die Nase bauten die Ingenieure eine blaue LED-Leuchte hinter das ausgestanzte Manor-Logo, die ihre Energie aus einer kleinen Knopfbatterie bekam. So fiel das Auto, das wieder ans Ende des Feldes gerutscht war, in der Dunkelheit wenigstens optisch auf.

Auch Ferrari hat die letzte Ausbaustufe der Saison gezündet. Neben einem neuen Heckflügel und Retuschen am Unterboden fielen die Blicke der Technikfreunde vor allem auf den neuen Frontflügel. Man musste schon ganz genau hinschauen, um das Sägezahn-Muster an der oberen Kante des mittleren Flaps zu erkennen. An den spitzen Kanten sollen gezielte Wirbel entstehen, mit denen die Strömung enger an der Rückseite des Flügels haften bleibt. Den Trick hatten sich die Italiener bei Mercedes abgeschaut.

McLaren kopiert bei Toro Rosso

Kopieren gehört in der Formel 1 bekanntlich zum guten Ton. Die McLaren-Ingenieure haben bei ihrem neuen Singapur-Heckflügel ein Design abgeschaut, das ursprünglich von Toro Rosso entwickelt wurde. Die horizontalen Schlitze in den Endplatten laufen dabei nach vorne offen aus. Auch am Frontflügel des Honda-Renners gab es Änderungen. Hier wurden gleich zwei neue Varianten getestet. Dazu sammelten die Techniker im Training auch noch Daten zu einem neuen Bremshutzen-Design für 2017.

Bei HaasF1 war das Designbüro in den letzten Monaten ebenfalls nicht untätig. Neben Retuschen am Unterboden wurde hier ein komplett neuer Frontflügel entwickelt. Größere Veränderungen waren an den Endplatten, den Flaps und den Kaskaden-Elementen zu erkennen. Selbst das kleine Fach im Zentrum des Hauptblatts, in dem Ballast-Gewichte untergebracht werden, hatten die Ingenieure modifiziert.

Williams und Renault mit neuer Heckverkleidung

Auch im Heckbereich gab es an einigen Autos Neuerungen. Bei Williams wurde die Kühlöffnung im Heck verkleinert. Bei Renault verschlankte man gleich den ganzen Seitenkasten. Beides soll für einen geringeren Luftwiderstand und eine bessere Anströmung des Hecks sorgen.

Nicht nur an der Aerodynamik-Front wurde Neues gezeigt. Renault legte auch in Sachen Motorpower noch einmal nach. Änderungen an den Zündkerzen und den Einspritzdüsen sorgten im Zusammenspiel mit einem neuen Benzingemisch von Total für einen Leistungszuwachs von rund 15 PS. Drei Entwicklungstoken setzten die Franzosen für das Power-Upgrade ein. Damit bleiben noch 18 für den Rest des Jahres übrig.

Die wichtigsten Aero-Upgrades zeigen wir Ihnen wie gewohnt im Detail in unsrerer Technik-Galerie.

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