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Upgrade-Festival von Barcelona

McLaren und Force India geben Gas

McLaren - GP Spanien 2016 - Barcelona - F1 - Freitag - 13.5.2016 Foto: ams 112 Bilder

Neun von elf Teams haben ihre Autos mehr oder weniger modifiziert. Die größten Änderungen gibt es bei McLaren und Force India. Da kamen so viele neue Teile ans Auto, dass man fast von einer B-Version sprechen kann.

13.05.2016 Michael Schmidt

Der GP Spanien ist traditionell das Schaulaufen der Aerodynamiker. Beim ersten Rennen in Europa debütieren in der Regel auch die ersten großen Aero-Upgrades. Auch die diesjährige Ausgabe des Rennens auf dem Circuit de Catalyunya macht da keine Ausnahme. Neun der elf Teams brachten mehr oder weniger große Ausbaustufen mit nach Spanien.

Am stärksten haben sich die Autos von Force India und McLaren verändert. Früher hätte man bei diesem Umfang von einer B-Version gesprochen. "Das ist es nicht", widerspricht Force India-Teammanager Andy Stevenson. "Wir haben ja kein neues Konzept ausgegraben, sondern auf dem bestehenden aufgebaut." Auch McLaren-Teamchef Eric Boullier nimmt das Wort B-Version nicht in dem Mund: "Unser Upgrade in Bahrain war genauso groß."

Mercedes ändert Auto in 10 Punkten

Force India hat die Flügel hinten und vorne, die Motorabdeckung, die Seitenkästen, den Unterboden und die Bremsbelüftungen modifiziert. "Unsere Jungs haben 18 Tage am Stück durchgearbeitet", verrät Stevenson.

Auch McLaren hat rundherum neue Flügel. "Vorne sogar eine neue Flügelfamilie", sagt Boullier. Dazu einen neuen Unterboden und modifizierte Bremsluftschächte. Ein Teil wurde bereits in Sochi vorgezogen. Die Motorabdeckung kam relativ unbemerkt beim GP Russland ans Auto.

Mercedes hat sein Auto in 10 Punkten verändert. Nase, Frontflügel, Heckflügel, Unterboden, Leitbleche und Heckverkleidung zählen dazu. Vieles ist nur im direkten Vergleich erkennbar. Die Nase zum Beispiel läuft vorne spitzer zu.

Auch am anderen Ende des Feldes wurde an der Technik gefeilt. „Wir haben beide Flügel, die Seitenkästen und den Unterboden modifiziert. Manche Änderungen, zum Beispiel an den Seitenkästen, siehst du erst, wenn du sie gegeneinander stellst“, erzählt Teamchef Dave Ryan.

Ferrari und Red Bull entwickeln nur im Detail

Renault, HaasF1 und Toro Rosso haben einen neuen Heckflügel. Barcelona ist die erste Strecke, auf der mit maximalem Abtrieb gefahren wird. Da bieten sich Retuschen am Heckflügel an. Renault wird bei den Testfahrten nach Barcelona eine neue Vorderradaufhängung probieren.

HaasF1 hat die hinteren Bremshutzen auf das nächste Rennen verschoben. Toro Rosso bringt laut James Key in den nächsten Rennen nur Kleinteile. "Das nächste größere Upgrade folgt mitten in der Saison." Bei Sauber ist nur der Ferrari-Motor neu. Für Upgrades ist zur Zeit kein Geld da. Williams hat sein Pulver mit der Kurznase, dem neuen Frontflügel und den Leitblechen unter der Nase schon vorzeitig verschossen.

Bei Ferrari wartet man seit den Testfahrten auf den großen Rundumschlag der Ingenieure. Bis jetzt wurde man enttäuscht. Die größte Änderung bislang war der neue Frontflügel in Russland. Auch in Barcelona gab es bis jetzt nichts Spektakuläres. Red Bull entwickelte ebenfalls nur im Detail. "Viel Kleinkram, keine große Änderung. Der Frontflügel ist das beste Beispiel. Die Modifikationen sind minimal", verrät Teamchef Christian Horner.

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