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Formel 1-Technik-Video: Exklusiv: Red Bull RB6 vs. RB7

Vergleich Red Bull RB6 vs. RB7

Mit exklusiven Videos will Ihnen auto motor und sport.de in dieser Saison die faszinierende Technik-Welt der Formel 1 näherbringen. Den Start macht ein Vergleich des aktuellen Red Bull RB7 mit dem Vorjahresmodell RB6.

Die Technik in der Formel 1 ist ein spannendes aber auch sehr kompliziertes Thema. Die Königsklasse des Motorsports ist auch ein Wettkampf der besten Ingenieure der Welt, die sich mit ihren genialen Einfällen gegenseitig übertrumpfen.

Um unseren Lesern diese faszinierende Welt näherzubringen, hat sich auto motor und sport.de in dieser Saison die Dienste des weltweit anerkannten Technik-Experten Giorgio Piola gesichert, der seit mehr als 30 Jahren in der Formel 1 arbeitet und vor dem kein Geheimnis lange sicher ist.

Der Italiener, dessen detaillierte technischen Zeichnungen schon lange ein fester Bestandteil der Formel 1-Berichterstattung im auto motor und sport-Magazin sind, wird zu jedem Grand Prix in dieser Saison eine hochwertige 3D-Animation zu einem bestimmten Technik-Thema anfertigen. Den Anfang macht ein Vergleich des Red Bull RB6 aus der Saison 2010 mit dem RB7 aus der aktuellen Saison.

Motorverkleidung am RB7 verjüngt sich deutlicher

In der Animation lassen sich die Unterschiede des letzten Weltmeisterautos zum neuen Modell aus allen Ansichten relativ einfach erkennen. Aus der Vogelperspektive wird vor allem der Unterschied im Heckbereich deutlich. Der neue RB7 verjüngt sich nach hinten noch stärker. Die ausgeprägte "Flaschenhalsform" ist durch den kleineren Diffusor bedingt. Nach dem Verbot des Doppeldiffusors hieß es für die Designer, möglichst viel Luft nach hinten zu bringen, um den Abtriebsverlust in Grenzen zu halten.

Aus der Perspektive von vorne lässt sich auch gut erkennen, dass die Nase etwas breiter geworden ist. Die Streben, die den Frontflügel halten, stehen weiter auseinander. So lässt sich noch mehr Luft unter das Auto bringen, die durch den Diffusor am Heck beschleunigt, ebenfalls für Abtrieb sorgt.

Red Bull RB7 verliert die Heckflosse

Spannend ist auch die Heckansicht. Im direkten Vergleich werden die Unterschiede im Bereich des Diffusors besonders deutlich. Die vom Reglement vorgegebene Höhe des Diffusordachs liegt deutlich tiefer als beim Vorjahresmodell. Die Kanäle sind deutlich klarer voneinander getrennt. Ebenfalls zu erkennen ist die neue Form des Luftaustritts am hinteren Teil der Motorhaube.

Im Profil hat sich der neue RB7 ebenfalls stark verändert. Die Heckflosse war bei der Präsentation zumindest noch angedeutet. Sie ist mittlerweile komplett verschwunden. Der F-Schacht ist vom Reglement verboten. Das Vorjahresmodell hat außerdem an der Vorderachse höher gebaut. Neben dem prägnanten Höcker auf der Nase ist auch der Verbindungssteg zwischen Chassis und Unterboden verschwunden.

Auspuffgase werden direkt unter den Diffusor geleitet

Der spannendste Teil des neuen Autos ist aber der Auspuff. Schon im Vorjahr hatte Red Bull das Endrohr nach unten verlegt, um auf das Diffusordach zu blasen. Mit dem Geniestreich von Chefkonstrukteur Adrian Newey konnte der Abtrieb auf der Hinterachse erhöht und die Traktion aus langsamen Kurven verbessert werden.

In diesem Jahr wurde das System noch einmal verfeinert. Die Endrohre sind nun flach in den Unterboden eingelassen und blasen direkt neben dem Hinterreifen in einen Ausschnitt des Diffusors. Neben dem Gewinn an Abtrieb wird der Unterboden durch den konstanten Luftstrom nach außen abgedichtet. Ferrari und McLaren haben das System mittlerweile kopiert. Williams will in Malaysia nachziehen. Sauber plant eine ähnliche Lösung in Barcelona.

Animation zeigt Luftstrom am Heckflügel

Als weiteres neues Thema in dieser Saison zeigt unser exklusives Technikvideo die Funktionsweise des beweglichen Heckflügels. Auf Knopfdruck kann der Fahrer den oberen Teil flacher stellen. Der Luftstrom reißt ab und fließt dann durch die Lücke hindurch. Das senkt den Luftwiederstand, wodurch das Auto schneller wird. In dem kleinen Bereich, den das Reglement für den Verstellmechanismus offen lässt, hat Red Bull eine kleine Finne installiert, um den Luftstrom vor dem Flügel zu beruhigen.
 
Neben der Video-Animation haben wir die besten Szenen auch in unserer Fotoshow noch einmal für Sie zusammengestellt.

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