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Technikanalyse GP Europa

Teams rüsten sich für den Saisonendspurt

BMW Sauber Foto: BMW 10 Bilder

Eigentlich herrschte in der Sommerpause ein zweiwöchiger Entwicklungsstopp. Trotzdem konnten viele Teams in Valencia neue Teile präsentieren. Wir haben uns die wichtigsten Updates bei McLaren, BMW-Sauber und Force India einmal genauer angeschaut.

23.08.2009 Tobias Grüner

BMW-Sauber:

Wer dachte, dass BMW-Sauber die Weiterentwicklung nach dem angekündigten Ausstieg ruhen lässt, der sah sich getäuscht. In Valencia probierten Nick Heidfeld und Robert Kubica gleich mehrere neue Updates aus. Und für Singapur ist bereits die nächste große Stufe in Planung.

Nachdem die KERS-Elemente aus den Seitenkästen geschmissen wurden, konnten die Designer die Flanken noch tiefer einschneiden. Dabei wurde auch gleich der Unterboden angepasst. Auch auf der Oberseite des Chassis wurde Hand angelegt. Die neue Motorhaubenabdeckung in Segelform soll die Strömung Richtung Heckflügel beruhigen. Außerdem speckte BMW das Auto insgesamt ab, um mehr Ballast nach unten zu verlagern und den Schwerpunkt zu senken.

Nach dem ersten Wochenende mit dem veränderten Auto gaben sich die Fahrer zufrieden. Ein großer Schritt sei es noch nicht, aber der wurde auch nicht erwartet. "Vielleicht zwei bis drei Zehntel", erklärte Kubica. "Es ging auf jeden Fall nach vorne", fügte Heidfeld hinzu.

Force India:

Schon in Ungarn freute sich Adrian Sutil auf das Update-Paket von Valencia. Fünf Zehntel wollte man auf die Konkurrenz pro Runde gutmachen. Und die Designer sollten wieder einmal recht haben. Auch die dritte Ausbaustufe des Force India brachte den geplanten Fortschritt.

Am deutlichsten erkennbar ist der neue Frontflügel. Ähnlich der Version von Brawn GP versuchten die Entwickler mit vielen kleinen Flaps und einem Zusatzflügel in der zweiten Ebene mehr Abtrieb auf der Vorderachse zu generieren. "Der Flügel gefällt mir richtig gut", zeigte sich Sutil über das filigran geformte Karbonteil begeistert. Wie bei BMW sind auch bei Force India die Seitenkästen weiter eingezogen. Dazu wurde der Doppeldiffusor noch einmal optimiert.

McLaren:

Bei McLaren sind die Veränderungen nicht so einfach zu erkennen. Lewis Hamilton fuhr erstmals mit einer neuen Vorderachse. Die Aufhängung ist nun weiter in Richtung Fahrzeugmitte verschoben, was die Gewichtsverteilung nach vorne verschoben hat. Für die komplizierte Operation musste auch eine neue Nase und ein neuer Frontflügel entwickelt werden, die bei der FIA noch einmal in einen Crashtest gingen. Der verkürzte Radstand soll vor allem in schnellen Kurven die Balance verbessern.

Im zweiten Training wurde McLaren allerdings für seine ambitionierte Entwicklung bestraft. Hamilton drehte sich und beschädigte sich die neue Nase. Da durch die lange Sommerpause nur ein Exemplar rechtzeitig gefertigt werden konnte, muss der Weltmeister den Rest der Sitzung zuschauen. Das Beispiel machte noch einmal deutlich, dass die Fabriken momentan auf der letzten Rille arbeiten.

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