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Technikanalyse GP Monaco

McLaren-Mercedes mit Loch im Heckflügel

McLaren-Mercedes Foto: McLaren-Mercedes 8 Bilder

In Monte Carlo packen allen Teams neue Flügel auf die Autos. Abtrieb ist hier wichtiger als möglichst wenig Luftwiderstand. Wir haben die interessantesten Neuerungen einmal genauer unter die Lupe genommen.

22.05.2009 Tobias Grüner

McLaren Mercedes:

Bei den Silberpfeilen brauchte man gar nicht lange nach Neuerungen suchen. Teamchef Martin Whitmarsh berichtete schon am Donnerstagmorgen aus freien Stücken vom neuen Heckflügel. "Wir haben da ein Loch drin. Das hat sonst keiner", erklärte der Brite mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Eine Aussparung im Heckflügel klingt zunächst einmal nicht nach einem Abtriebsgewinn. Doch der im Windkanal ausgetüftelte horizontale Schlitz soll nach dem gleichen Prinzip wie ein Diffusor funktionieren. Der enge vordere Bereich erweitert sich nach hinten. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der die Luft in dem kleinen Tunnel beschleunigt. Die ansteigende Form des Flügels sorgt dann für Abtrieb. Ob das Prinzip in der Praxis hält, was es in der Theorie verspricht, wird sich erst noch zeigen.

Force India:

Noch deutlicher sichtbar als der Schlitz im Silberpfeil-Heckflügel sind die Modifikationen bei Force India. Ähnlich wie BMW-Sauber in Barcelona präsentierte das Team von Adrian Sutil in Monaco einen schmalen Aufsatz auf dem Flügel, der mehr Abtrieb generieren soll. Der vorgelagerte Zusatzflügel ist deutlich weniger ausgefeilt als die McLaren-Lösung. Sollte es auf der Suche nach Abtrieb nicht den gewünschten Effekt bringen, so fanden die Ingenieure wenigstens einen zusätzlichen Platz, um das Sponsorlogo sichtbar anzubringen.

Red Bull:

Als drittletztes Team präsentierte Red Bull im freien Training endlich den lange erwarteten Doppeldiffusor. Wegen der komplizierten Bauweise der RB5-Hinterachse fiel der Heckumbau deutlich umfangreicher aus als bei anderen Teams. Ähnlich wie bei Ferrari sind die Schlitze für die ausströmende Luft fast nicht sichtbar auf dem oberen Bereich des Hecks angebracht. Die Lösungen von Brawn GP oder Force India sind von hinten deutlich auffälliger.

Wie gut der doppelte Unterboden wirkt wird sich wohl erst in den nächsten Rennen zeigen. Auf dem langsamen Stadtkurs von Monte Carlo kann der Diffusor seine Stärken kaum ausspielen. Nachdem Red Bull nun endlich zur Diffusor-Liga gehört fahren nur noch das Schwesterteam Toro Rosso und BMW-Sauber ohne den Abtriebspender im Unterboden.

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