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Technikchef James Allison gibt zu

"Ferrari-Leistung inakzeptabel"

James Allison - Ferrari - Jerez - 2014 Foto: xpb 31 Bilder

Bei Ferrari rauchen nach dem enttäuschenden Saisonauftakt die Köpfe. Man habe noch viele Hausaufgaben vor sich, gibt Technikchef James Allison zu. Die größten Baustellen heißen Bremsstabilität und Top-Speed.

19.03.2014 Tobias Grüner

Ferrari hat sich in den vergangenen Jahren oft darüber beschwert, dass die Aerodynamik eine zu wichtige Rolle eingenommen hat. Dieses Argument können die Italiener aktuell nicht mehr vorbringen. Seit dem ersten Testtag der Saison stehen vor allem die neuen Triebwerke im Mittelpunkt. Die Aerodynamik scheint dagegen kein Problem des F14T zu sein.

Ferrari kennt Schwachpunkte

Technikchef James Allison erklärte auf der Ferrari-Webseite sogar, dass der Kurven-Speed eine der Stärken des Autos ist - vor allem in schnellen Kurven. Auch am Start hat der F14T offenbar Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Die Zuverlässigkeit ist ebenfalls ordentlich. Immerhin kamen beim Saisonstart beide Autos in die Punkte.

Trotzdem ist man in Maranello nicht zufrieden. Zu große war der Rückstand auf den Silberpfeil von Nico Rosberg. Allison gibt zu: "Unsere Konkurrenzfähigkeit in Melbourne war inakzeptabel. Es ist klar, dass noch einiges an Arbeit vor uns liegt, um das Auto zu verbessern und auf ein Level mit Mercedes zu kommen. Vor allem an der Bremsstabilität und dem Speed auf der Geraden müssen wir arbeiten.

Rund um die Uhr tüfteln die Ingenieure in der Fabrik an den Problemen. Normalerweise wird das Auto über die ganze Saison stetig weiterentwickelt. Große Schritte waren nicht möglich. In diesem Jahr wird von den Ingenieuren aber eine höhere Schlagzahl verlangt. "Mit dem neuen Reglement gibt es vielfältige Möglichkeiten das Auto weiterzuentwickeln. Wir erwarten, dass der Entwicklungswettlauf noch intensiver als normalerweise ist", so Allison. Schon in Malaysia können die Tifosi also mit Technik-Updates rechnen.

Räikkönen bleibt cool

Besonders Kimi Räikkönen kämpfte in Australien mit Problemen: "Ich bin ja schon länger in diesem Geschäft und ich kann sagen, dass es nicht das erste Mal ist, dass ich ein schwieriges Auftakt-Wochenende erleben musste", erklärte der Iceman gewohnt cool. "Wir haben einige generelle Probleme mit dem Auto identifiziert, die wir jetzt in Maranello angehen. Dann gibt es noch ein paar andere Aspekte beim Setup meines Autos, die mit dem Brake-by-Wire zusammenhängen. Wenn man das elektrische Bremssystem richtig zum Funktionieren bekommt, hilft das einem insgesamt mit dem Fahrgefühl."

Räikkönen hofft auf schnelle Verbesserung, mahnt aber gleichzeitig zur Geduld. "Wir müssen ruhig bleiben. Wir wissen, was wir tun müssen und wie wir vorgehen müssen, um mehr Leistung zu finden. Wir wissen auch, dass dieser Entwicklungsprozess nicht über Nacht möglich ist. Wir müssen also geduldig bleiben, uns auf unsere eigene Arbeit konzentrieren und dürfen nicht darauf schauen, was die anderen machen. Ich bin sicher, dass wir mit den richtigen Schritten schon beim nächsten Rennen in Malaysia mit besseren Ergebnissen rechnen können."

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