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Technikregeln für 2010

Heizdecken bleiben, Motorlaufzeit strittig

Heizdecken Foto: Wolfgang Wilhelm 13 Bilder

Bei dem Treffen der Technikchefs mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting am Mittwoch (19.8.) in Valencia wurde das technische Reglement für 2010 besprochen. Die ursprünglich abgeschafften Reifenheizdecken bleiben. Beim Thema Motorenlaufzeit gibt es noch Differenzen.

20.08.2009 Tobias Grüner

Man fürchtet, dass die Teams die Autos sonst mit einem zu geringen Luftdruck auf die Strecke schicken, um im Rennbetrieb die gewünschten Drücke zu erreichen. Es ist generell so, dass die Reifen vor dem Losfahren mit einem niedrigeren Luftdruck befüllt werden als es für schnelle Rundenzeiten nötig wäre. Durch das Fahren erhitzt sich der Reifen und damit erhöht sich der Druck.

Das wird genau so austariert, dass im Rennbetrieb Drücke von 18 bis 19 PSI (pounds per square inch) erreicht werden. Würde man die Heizdecken verbieten, müsste der Startdruck verringert werden, um die Reifen durch Walken schneller auf Temperatur zu bringen. Das könnte aber zu Reifenschäden führen.

Diskussionen über Motorlaufzeit

Während die bereits beschlossenen Änderungen wie das Tankverbot und die um 25 Millimeter schmaleren Vorderreifen bestätigt wurden, gibt es beim Motor noch Diskussionsbedarf. Die Hersteller haben für 2010 angeboten, ihre Motoren für fünf Millionen Euro an Kunden zu verkaufen. Das geht aber nur unter der Voraussetzung, dass die Laufzeit erhöht wird.

Jedem Fahrer stehen dann auf Wunsch von Ferrari, Mercedes, Renault und Toyota nur noch fünf Triebwerke pro Saison zu. Neuzugang Cosworth sperrt sich dagegen. Sie plädieren dafür, die augenblickliche Regel mit acht Motoren pro Fahrer beizubehalten. Der Grund liegt auf der Hand. Cosworth hat weder die Zeit noch das Geld ihr 2006er Triebwerk kurzfristig so zu modifizieren, dass es 3.000 Kilometer hält.

Cosworth will Pläne aufschieben lassen

"Eine Lebensdauer von 2.400 Kilometern können wir schaffen", beteuert Cosworth-Rennchef Tim Routsis. Er behauptet weiter, dass man auch mit der aktuellen Regel - acht Motoren pro Fahrer, 16 Motoren pro Team - ein Geschäftsmodell darstellen könne. "Wir verdienen immer noch Geld damit bei einem Preis von fünf Millionen Euro pro Kunde."

Cosworth schlägt vor, dass die Hersteller ihren Plan mit den langlebigeren Triebwerken auf die lange Bank schieben. Das wollen die aber nicht, weil sie bereits Geld investiert haben, um die Laufleistung ihrer Motoren von 2.400 auf 3.000 Kilometer zu verlängern.

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