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Telemetrie-Ausfall

Rosberg genervt von Ingenieuren

Nico Rosberg - GP China 2014 Foto: xpb 53 Bilder

Nico Rosberg erlebte ein anstrengendes Shanghai-Wochenende. Schon auf dem Weg in die Startaufstellung war die Telemetrie am Silberpfeil mit der Nummer 6 ausgefallen. So musste der Pilot alle Informationen aus dem Auto per Funk übertragen. Niki Lauda hatte Mitleid mit seinem Fahrer.

20.04.2014 Tobias Grüner

Nico Rosberg stand in China irgendwie auf Kriegsfuß mit der Technik. Schon im Qualifying hatte die Display-Anzeige seines Mercedes falsche Zeiten angezeigt. Rosberg dachte, er müsse in der letzten Kurve alles riskieren und drehte sich. Statt von Startplatz 2 musste der Wahlmonegasse von Rang 4 losfahren.

Am Sonntag schlug die Technik dann erneut zu. "Auf dem Weg in die Startaufstellung verabschiedete sich die Telemetrie. Alle Versuche das Problem zu beheben schlugen fehl", berichtete Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda. "Das hat auch dazu geführt, dass er einen schlechten Start hatte, weil er den Schleifpunkt der Kupplung nicht richtig bestimmen konnte."

Kommunikation stört Konzentration

Rosberg fiel von Startplatz 4 bis auf Rang 8 zurück, knallte noch kurz mit dem Williams von Valtteri Bottas zusammen, konnte sich dann aber schnell wieder nach vorne kämpfen. Doch die Monitore der Ingenieure blieben weiterhin dunkel. Jede Runde musste der Pilot die kleine Zahl unten links auf dem neuen Lenkrad-Monitor vorlesen – und zwar immer möglichst exakt auf der Ziellinie, damit die Techniker den Spritverbrauch kalkulieren konnten.

Irgendwann war Rosberg so genervt von der Dauer-Kommunikation, dass er die regelmäßigen Statusmeldungen einstellte. "Es war nicht so schlimm, dass ich es jede Runde machen musste", verteidigte sich der Pilot. "Es hat mir nur nicht gefallen, wo ich es machen musste. Das war immer vor Kurve 1. Das ist nicht gut, weil es eine schwierige Kurve ist."
 
Niki Lauda nahm seinen Piloten in Schutz. "Er hatte das Recht sauer zu sein. Der Rennfahrer muss sein Rennen fahren. Da wird viel zu viel geredet am Funk. Wenn ich immer höre, dass die Fahrer angewiesen werden zu pushen - das machen sie ja sowieso. Oder dass der Gegner zum Beispiel 1,8 Sekunden Vorsprung hat - das sieht man doch aus dem Cockpit. Da braucht man nicht den Ingenieur", grantelte der Österreicher.

Rosberg will Sieg in Barcelona

Am Ende landete Rosberg trotz aller Hindernisse noch auf Rang 2. "Bei diesem Wochenende kann man damit echt zufrieden sein", so das Fazit des Piloten. "Aber in Barcelona muss jetzt mal wieder ein Sieg kommen." Als Gegner in der WM ist eigentlich nur noch Teamkollege Hamilton geblieben. Der Rest der Konkurrenz liegt schon weit zurück.
 
Auch in der Teamwertung zieht Mercedes einsam seine Bahnen. Niki Lauda warnt jedoch vor Zufriedenheit: "Wir müssen abwarten, wie es in Barcelona läuft. Das ist ein guter Gradmesser. Die Strecke hat von allem etwas zu bieten. Und alle Teams werden Updates bringen - auch wir haben neue Teile. Bei Gegnern wie Alonso und Red Bull darf man sich nicht zurücklehnen. Adrian Newey war gar nicht hier. Der sitzt bestimmt zuhause und arbeitet schon an der Aufholjagd."

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