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Testanalyse Bestzeiten Barcelona 2013

Der perfekte Pilot fährt 1:19.887 Min.

Nico Rosberg Mercedes F1 Test Barcelona 2013 Foto: xpb 48 Bilder

Wir haben die letzten beiden Testtage von Barcelona anhand von Speed-Messungen, Sektor-Daten und Rundenzeiten analysiert. In Teil 3 unserer Serie beleuchten wir die Bestzeiten der Piloten. Wer ist wann seine schnellste Runde unter welchen Umständen gefahren, und wie weit war er von der Idealzeit entfernt.

10.03.2013 Michael Schmidt

Nico Rosberg krönte sich mit einer Zeit von 1.20,130 Minuten zum Testkönig von Barcelona. Der Mercedes-Pilot legte eine fast perfekte Runde hin. Hätte er alle drei Sektorbestzeiten in eine Runde gepackt, wäre er um 17 Tausendstelsekunden schneller gewesen.

Rosberg war auf seiner schnellsten Runde in Sektor 1 um 0,005 Sekunden und in Sektor 2 um 0,012 Sekunden langsamer als seine persönlichen Bestwerte, die er in diesen Sektoren in seiner zweitschnellsten Runde aufgestellt hatte. Gäbe es den perfekten Fahrer, dann wäre in Barcelona eine Rundenzeit von 1.19,887 Minuten möglich gewesen. Diese Zeit kommt raus, wenn man die absoluten Sektorbestzeit von Fernando Alonso und Nico Rosberg addiert.

Nur vier Fahrer schafften die Idealzeit

Nur bei drei Fahrern waren Bestzeit und Idealzeit identisch. Pastor Maldonado, Paul di Resta, Jules Bianchi und Max Chilton fuhren alle ihre Sektorbestzeiten in einer einzigen Runde. Die größte Abweichung war bei Caterham-Pilot Charles Pic zu erkennen. Der Franzose hätte theoretisch um 0,456 Sekunden schneller fahren können.

Auch bei Fernando Alonso (0,260 s), Jenson Button (0,265 s), Esteban Gutierrez (0,327 s), Mark Webber (0,261 s), Jean-Eric Vergne (0,291 s) und Sergio Perez (0,300 s) gibt es relativ große Differenzen zwischen der besten und bestmöglichen Runde. In den meisten dieser Fälle ist zu erkennen, dass der Fahrer die Runde entweder zu schnell angegangen ist und dann im letzten Sektor vom nachlassenden Grip der Reifen bestraft wurde, oder dass er im ersten Sektor zu vorsichtig war, um die Reifen am Leben zu erhalten.

Die erste Runde war die schnellste

Die meisten Piloten sind ihre Bestzeiten in ihrer zweiten, also der ersten fliegenden Runde gefahren. Ausnahmen bestätigen die Regel. Esteban Gutierrez und Romain Grosjean nahmen eine Runde länger Anlauf. Wer bei seiner Bestzeit insgesamt nur drei Runden zurückgelegt hat, der wollte in dieser Runde ohne Rücksicht auf den Reifenabbau eine möglichst schnelle Zeit fahren. Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie viel Sprit in der fraglichen Runde an Bord war. Bei den Williams-Piloten und den Toro Rosso-Fahrern geht man davon aus, dass nicht auf unter 20 Kilogramm abgetankt wurde.

Die Red Bull-Piloten waren ganz klar nicht auf Zeitenjagd aus. Sebastian Vettel fuhr die schnellste Runde im Rahmen eines Acht-Runden-Turns. Die Abfolge der Rundenzeiten las sich so: Aufwärmrunde- 1.22,514 min - 1.35,920 min - 1.25,222 min - 1.26,509 min - 1.27,305 min - 1.28,366 min - Auslaufrunde. Man sieht also, wie die Reifen leiden, wenn man mit entsprechendem Benzingewicht den Stint forsch angeht. Trotz einer Abkühlrunde von 1.35 Minuten brachen Vettels Rundenzeiten danach dramatisch ein.

Die zweite schnelle Runde mit 1.25,222 Minuten ist bereits 2,7 Sekunden langsamer als der Bestwert. Dann geht es in Sekundenschritten rapide abwärts. Jenson Button erzielte seine Zeit von 1.21,444 Minuten in einem Fünf-Runden-Turn. Der McLaren-Pilot kühlte die Reifen nach seiner persönlichen Bestzeit noch stärker ab. Buttons zweite Runde wurde mit 1.55,197 Minuten gemessen. Dann folgte noch ein Umlauf mit 1.23,592 Minuten.

Hamilton schnell auf Sieben-Runden-Turn

Die beeindruckendste Vorstellung gab Lewis Hamilton mit seinem zweitbesten Versuch ab. Der Engländer drehte eine Runde von 1.20,610 Minuten und hängte danach noch fünf Runden dran. Hier die genaue Abfolge seines Sieben-Runden-Turns: Aufwärmrunde - 1.20,610 min - 1.35,176 min - 1.21,981 min - 1.26,752 min - 1.27,198 min - Auslaufrunde. Der Mercedes muss bei dieser Übung mindestens 15 Kilogramm Sprit im Tank gehabt haben, wahrscheinlich eher 20. So gesehen ist vor allem die Zeit von 1.21,981 Minuten nach der Abkühlphase beachtlich. Danach fallen die Zeiten wie bei Vettel in den 1.26er und 1.27er Bereich.

Die schnellsten Runden wurden allesamt zwischen 11.30 Uhr und 13 Uhr erzielt. In diesem Abschnitt war die Bahn nicht zu kalt und nicht zu warm. Der beste Slot für die Longruns war zwischen 14 Uhr und 16 Uhr. In dieser Phase kletterten die Asphalttemperaturen auf knapp unter 20 Grad. Das Körnen fiel etwas weniger stark aus, war aber immer noch da. Ideal war es trotzdem nicht. Die Pirellis kamen nicht in den Mindestarbeitsbereich von 80 Grad plus.

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