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Testbilanz der Teams

Mercedes macht die meisten Kilometer

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - Bahrain-Test 2014 Foto: xpb 32 Bilder

Nicht nur die Rundenzeiten sprechen eine klare Sprache. Mercedes, Williams und Ferrari liegen auch in der Kilometer-Tabelle auf den ersten drei Plätzen. McLaren ist die vierte Kraft. Die abgespulte Distanz spricht auch für den Vorbereitungsstand der Motoren. Mercedes hat einen Vorsprung auf Ferrari und Renault.

06.03.2014 Michael Schmidt

Diese Übereinstimmung ist kein Zufall. Mercedes, Williams und Ferrari stellten die drei schnellsten Autos bei den Testfahrten in Bahrain. Und sie waren auch die drei schnellsten in der Rundenzeit. Dabei ging es zwischen Mercedes und seinem Kundenteam Williams beim Kilometerstand so eng her wie auf der Stoppuhr. Nach Fahrleistung gewann Mercedes mit 4.972 zu 4.892 Kilometern. Auf dem Zeitcomputer lag Williams um 0,020 Sekunden vorne.

Williams Zweiter trotz zwei Pannentagen

Ferrari hatte in beiden Disziplinen einen Respektabstand. Auf dem Tacho fehlten 484 Kilometer zu Mercedes. Im Zeitcomputer waren es 1,002 Sekunden auf Williams. Trotzdem sind die Roten im Vergleich zu einigen anderen Teams noch gut dabei. McLaren lag mit 4.152 Testkilometern an den zwölf Tagen auf Rang 4. Dabei musste der Rennstall aus Woking den ersten Testtag in Jerez wegen eines Problems mit dem Kabelbaum komplett sausenlassen.
 
Aber auch Williams hatte seine Hänger. Am ersten Testtag in Jerez schaffte Valtteri Bottas nur 7 Runden. Felipe Massas Pensum am ersten Tag in Bahrain schrumpfte wegen einer defekten Benzinpumpe auf 5 Umläufe. Mercedes war am wenigsten von großen Pannen betroffen. Der einzige Ausreißer war Lewis Hamiltons Crash am ersten Testtag von Jerez wegen eines Unfalls.

Lotus das Schlusslicht auf Kilometer-Tabelle

Doch was soll da Red Bull sagen? Oder Lotus? Red Bull schlug sich mit Marussia um Platz 9 und gewann das Duell ganz knapp mit 1.704 zu 1.686 Kilometern. Der Titelverteidiger legte damit nur ein Drittel der Distanz von Mercedes zurück. Das größte Tagespensum belief sich auf 417 Kilometer. Das waren Sebastian Vettels 77 Runden am letzten Tag. Einen Tag zuvor kam der Weltmeister wegen eines Batteriewechsels nur eine Runde weit.
 
Lotus traf es noch schlimmer. Der WM-Vierte verzichtete komplett auf den Jerez-Test und freute sich schon, damit der Renault-Misere elegant aus dem Weg gegangen zu sein. Doch da hatte man sich zu früh gefreut. Renault war auch in Bahrain noch nicht auf dem Damm. Es traten neue Defekte auf oder alte in neuer Variation.
 
Mit 1.286 Kilometern ist Lotus das Schlusslicht im Feld. Dass ein Renault-Motor kein Handikap sein muss, zeigte Caterham. Renaults vermeintlich schwächster Kunde fuhr am meisten. Mit 3.314 Kilometern lag Caterham nur 660 Kilometer hinter Mercedes-Kunde Force India.

Sauber mit größtem Tagespensum

Die größte Tagesleistung schaffte Sauber mit 177 Runden oder 958 km an einem Tag. Und das mit einem frisch eingebauten Motor. Teammanager Beat Zehnder ist überzeugt: "Ohne die roten Flaggen hätten wir 1.000 Kilometer geschafft." Für eine davon war man allerdings selbst verantwortlich, als man zur Kalibrierung absichtlich den Tank leer fuhr.
 
Dazu kam eine halbstündige Pause, weil das Cockpit von Adrian Sutil auf Esteban Gutierrez umgebaut werden musste. Und weitere 30 Minuten, weil Ferrari ein Fahrverbot verhängte, nachdem Fernando Alonso in der Boxengasse ausgerollt war. Danach bekamen alle Ferrari-Kunden eine neue Software aufgespielt.
 
Die vier Mercedes-Teams spulten an zwölf Testtagen 17.990 Kilometer ab. Ferrari ist nur mit drei Teams vertreten und schaffte 10.214 Kilometer. Die Renault-Klientel, wie Mercedes mit vier Teams unterwegs, kam lediglich auf 8.758 Kilometer. Pro Team sind das 4.498 Kilometer für Mercedes, 3.405 für Ferrari und 2.189 für Renault.
 
Mehr Daten, mehr Erfahrungen, mehr Aha-Erlebnisse, mehr Häkchen auf der Checkliste für den, der mehr fährt. Am Ende spiegelt sich das in Rundenzeit wider. Keines der Renault-Teams schaffte eine echte Rennsimulation. Starts, Boxenstopps oder Spritverbrauchsmessungen wurden auf Melbourne verschoben. "Auch wir hatten tausend Probleme", gibt Mercedes-Aufpasser Niki Lauda zu. "Wir hatten sie nur früher im Griff als die anderen."

TeamJerezBahrain 1+2Gesamt
1. Mercedes1368 km3604 km4972 km
2. Williams-Mercedes775 km4117 km4892 km
3. Ferrari1111 km3377 km4488 km
4. McLaren-Mercedes1085 km3067 km4152 km
5. Sauber-Ferrari722 km3318 km4040 km
6. Force India-Mercedes646 km3328 km3974 km
7. Caterham-Renault337 km2977 km3314 km
8. Toro Rosso-Renault235 km2219 km2454 km
9. Red Bull-Renault93 km1616 km1704 km
10. Marussia-Ferrari133 km1553 km1686 km
11. Lotus-1286 km1286 km
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