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Fehlstart für Vettel

Red Bull sagt erste Testfahrten ab

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 86 Bilder

Red Bull hat angekündigt, nicht beim ersten Test in Valencia (1.-3. Februar) teilzunehmen. Die Verspätung ist ein herber Dämpfer für die Titelträume von Sebastian Vettel. Im Gegensatz zu früher können die verlorenen Kilometer nicht mehr aufgeholt werden.

13.01.2010

Es hat fast schon Tradition bei Red Bull, dass die Autos erst auf den letzten Drücker fertig werden. Auch in den beiden letzten Jahren ließ man den ersten Vergleich mit der Konkurrenz sausen und präsentierte sein neues Auto erst einige Wochen später. Bei Red Bull versucht man die Verspätung deshalb herunterzuspielen.

Testtage nicht mehr aufzuholen

"Wir können Adrian Newey dadurch mehr Zeit zur Entwicklung geben", versucht Teamchef Christian Horner der Sache einen positiven Dreh zu geben. Allerdings wiegt der Verlust der wichtigen Testtage schwerer als noch in der vergangenen Saison. 2009 konnte jedes Team noch eine freie Testwoche für private Erprobungsfahrten einplanen. Vor der kommenden Saison hat die FIA nur vier feste Testtermine vergeben.
 
Wer bei einem der Tests fehlt, der verliert somit auf einen Schlag gleich drei von 15 Testtagen. Ob die verlorene Zeit im Windkanal wieder wettgemacht werden kann, wie es Horner erhofft, ist zu bezweifeln. Mit den neuen Regeln sind Praxiserfahrungen auf der Strecke unerlässlich. Die Teams müssen herausfinden, wie sich das höhere Fahrzeuggewicht durch das Tankverbot auf die neuen Reifen auswirken. Ohne praktische Erfahrungen fehlen im Rennen wichtige Parameter für die optimale Strategie.

Red Bull geht mit Rückstand in die Saison

Die Konkurrenz um den WM-Titel geht somit mit einem Erahrungsvorsprung von drei Tagen in die Saison. Wodurch die Verzögerungen bei der Entwicklung entstanden sind, wollte Red Bull noch nicht mitteilen. Ein Knackpunkt könnte das neue Karbon-Getriebe sein. Das ewige Hin und Her zwischen den Motorenpartnern Renault, Mercedes und Cosworth könnte die Entwicklung der neuen Schaltbox verzögert haben. Hier können schon ein paar Tage entscheidend sein.
 
Wie bereits erwähnt ist es für Red Bull nichts Neues, den ersten Test sausen zu lassen. Schon in den letzten beiden Jahren wurde Stardesigner Adrian Newey nicht rechtzeitig fertig mit dem Auto. Obwohl das Team den verlorenen Test nachholen konnte, ging man jeweils mit deutlich weniger Kilometern in die Saison als die Konkurrenz. Im Vorjahr zeigte sich aber auch, dass die Tests nicht immer entscheidend sind. Red Bull wurde Vizeweltmeister und wurde nur von Brawn GP geschlagen. Und die mussten ja bekanntlich auf den Großteil der Vorbereitung verzichten.

Verspätung auch bei Lotus

Auch F1-Rennstall Lotus wird nach Aussage von Fahrer Heikki Kovalainen erst in der zweiten Februarhälfte an den offiziellen Testfahrten teilnehmen. Dem Finnen zufolge stehen dem Team noch nicht ausreichend Teile zur Verfügung, um bei allen vier offiziellen Testphasen Gas zu geben. "Wenn wir irgendwelche Probleme hätten, wären die Tests vorbei", meinte Kovalainen. Dementsprechend werden Kovalainen und sein Teamkollege Jarno Trulli in Jerez und Barcelona in der zweiten Februar-Hälfte ihre Runden im neuen Lotus drehen.

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