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Tiefpunkt für Williams

Motorenseuche und Strafversetzung

Rubens Barrichello GP Abu Dhabi 2011 Foto: Williams 25 Bilder

Williams geht durch eine schwere Zeit. Pastor Maldonado und Rubens Barrichello starteten aus der letzten Reihe. Eine traurige Premiere für den dritterfolgreichsten Rennstall der GP-Geschichte. Zum fehlenden Speed kommt jetzt auch noch eine Motorenseuche.

14.11.2011 Michael Schmidt

Williams geht durch eine schwere Zeit. Pastor Maldonado und Rubens Barrichello starteten aus der letzten Reihe. Eine traurige Premiere für den dritterfolgreichsten Rennstall der GP-Geschichte. Zum fehlenden Speed kommt jetzt auch noch eine Motorenseuche.

Zwei Williams in der letzten Startreihe. Das gab es in 35 Jahren Firmengeschichte noch nie. Ausgerechnet jetzt, wo das große Geld aus einem Geschäft mit dem Emirat Qatar winkt. Da war der Auftritt beim GP Abu Dhabi eine schlechte Werbekampagne. Normalerweise hätten es Pastor Maldonado und Rubens Barrichello wenigstens in die zweite Qualifikationsrunde geschafft. Der Absturz ans Ende des Feldes geht auf das Konto von Motorenlieferant Cosworth. Beide Fahrer wurden um zehn Plätze strafversetzt.

Neunter Motor für Pastor Maldonado

Pastor Maldonado war der erste Fahrer, den es traf, weil er seinen neunten Motor ausfassen musste, einen mehr als ihm sein Kontingent zugesteht. Der Venezolaner hatte jüngst zwei Triebwerke im Training verloren. Bei höherer Laufleistung dichteten die Ventile beim Schließen nicht mehr ab. Offenbar ein Problem der Beschichtung. Als er beim GP Indien seinen letzten frischen Cosworth V8 nach einem Getriebeschaden auf 21.000/min hochjubelte, wurde es eng. Die älteren Motoren im System mit den fehlerhaften Ventilen können nur noch in den freien Trainingssitzungen eingesetzt werden. Da hilft nur Augen zu und beten. Für das Rennen braucht man neue Motoren mit modifizierten Ventilen. Da wäre das Risiko eines Motorplatzers zu groß.

Teamkollege Rubens Barrichello hatte in Abu Dhabi noch einen unversiegelten Motor in Reserve. Cosworth hat ihn vor seinem ersten Einsatz in Abu Dhabi vorsichtshalber mit neuen Ventilen ausgestattet. Doch dann traf die Motorseuche auch den Brasilianer. Schaden an einem älteren Aggregat am Freitag, ein Ölleck am Samstagmorgen. In der Pause vor dem Abschlusstraining versuchten die Mechaniker das Leck abzudichten, doch als man den Motor anließ, fiel der Öldruck erneut.

Barrichello fiel in der Qualifikation aus

Barrichello fuhr in der Qualifikation keinen Meter. Um die Ursache für den Druckverlust zu eruieren, mussten Cosworth-Techniker das Siegel öffnen. Die Reparatur war gleichbedeutend mit dem Einsatz eines neuen Motors. Das war auch für Barrichello Nummer neun. Ihn störte die Strafversetzung nicht groß. Er stand bereits ganz hinten.

Im Rennen sorgte der Grand Prix-Veteran für halbwegs zufriedene Gesichter. Seine Fahrt vom letzten Startplatz auf Rang zwölf war ein Ausrufezeichen. Und ein Signal an alle, die den Brasilianer bereits abschrieben. Barrichello fuhr konstant schnell und überholte elf seiner Gegner auf der Strecke. Dazu noch Sieger Lewis Hamilton. Der zeigte sich etwas ungehalten, als ihn ein Überrundeter angriff. Am Ende fehlten Barrichello 14 Sekunden auf einen Punkteplatz. "Von einer normalen Startposition wäre ich heute in die Punkte gefahren."

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