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Glock bleibt Virgin treu

Glock unterschreibt bis 2014 bei Virgin

Timo Glock - Nürburgring - GP Deutschland - 21. Juli 2011 Foto: xpb 61 Bilder

Timo Glock bleibt Virgin treu. Vier Stunden vor dem Start zum GP Deutschland gab Virgin bekannt, dass der Deutsche einen neuen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Die für Freitag geplante Verkündung musste auf Sonntag verschoben werden, weil der russische Chef André Cheglakov verspätet eingetroffen war.

24.07.2011 Michael Schmidt

Timo Glock setzt sein Experiment bei Virgin fort. Der 29-jährige Hesse unterschrieb kurz vor dem Heimrennen am Nürburgring einen Dreijahresvertrag und will mithelfen, den Rennstall vom Ende des Feldes ins Mittelfeld zu bringen.

Der Vertrauensbeweis von Glock ist zugleich Motivation für Virgin. Wenn es ausschließlich nach den Ergebnissen ginge, müsste Glock schon längst das Weite gesucht haben. Doch die Alternativen sind heute begrenzt. Sein Leidensgenosse Nico Hülkenberg erzählt: "Außer den vier Top-Teams will jeder Geld für ein Cockpit."

Glock schaut in die Zukunft. Diesmal sind die Perspektiven deutlich besser als vor zwei Jahren, als er seinen ersten Virgin-Vertrag unterschrieb. "Wir haben jetzt einen Deal mit McLaren, der Hand und Fuß hat. Davon werden wir profitieren. Dazu kommt unser technischer Berater Pat Symonds, der weitere gute Ingenieure mitbringen wird."

Virgin-Aufschwung dank McLaren?

Glock hofft, dass sich die Verbindung mit McLaren genauso auszahlen wird wie bei Force India. McLaren lässt Virgin nicht nur in den Windkanal und in den Simulator. Der Rennstall aus Woking stellt auch Ingenieure in zweistelliger Zahl an Virgin ab. Das Windkanalmodell und die Software für den Simulator werden Ende August fertig sein. In der Woche vor dem Nürburgring-Rennen spulte Virgin einen Aero-Testtag ab, bei dem das Auto mit Sensoren vollgestopft war, um daraus ein virtuelles Modell zu erstellen.

Ab September können die Virgin-Ingenieure die Einrichtung im McLaren Technology Centre nutzen. "Das geht schon ganz klar Richtung 2012", verrät Glock. Die für den GP Singapur angekündigte Ausbaustufe wird gerade von der Truppe von Pat Symonds vorbereitet.

Das Geld für das Aufrüsten des Teams kommt aus Russland. Mitbesitzer Marussia stellt zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung. Deshalb musste Virgin mit der Verkündung des Vertrages auch bis Sonntag warten. Eigentlich wollte man schon am Freitag die Katze aus dem Sack lassen. Doch Marussia-Chef André Cheglakov war unabkömmlich. Er schwebte erst am Samstagabend in der Eifel ein.

Glock holt alles aus dem Virgin heraus

Was Timo Glock für seinen Rennstall wert ist, zeigte er im Abschlusstraining zum GP Deutschland. Der Deutsche landete auf Rang 20, einen Platz besser als das Maximum. Das Ziel, Lotus-Ersatzfahrer Karun Chandhok zu schlagen, gelang in der letzten Minute. Dabei war es nicht einmal eine perfekte Runde.

"Wir hatten wie in Silverstone ziemlich Probleme mit dem Wind. In den Bremszonen und Kurven war das Auto instabil. Die entscheidende Runde fing gut an. Dann kam mir in der Schumacher-Schikane das Auto quer. Da habe ich vier Zehntel liegengelassen. Ein bisschen davon konnte ich in den letzten Kurven wieder gutmachen. Trotzdem war ich überrascht, dass ich noch vor Chandhok gelandet bin."

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