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Timo Glock exklusiv

"Jetzt kann ich bis nach Jerez durchfahren"

Timo Glock Foto: xpb 12 Bilder

Mit einem stark modifizierten Auto hofft Timo Glock in Barcelona auf einen großen Schritt nach vorne. Im Gespräch mit auto motor und sport berichtet der Virgin-Pilot über den schwierigen Lernprozess und die Unterschiede zu seinem alten Team Toyota.

06.05.2010 Tobias Grüner

Sie haben ein komplett überarbeitetes Auto in Spanien. Sind jetzt alle Probleme behoben?
Glock: Das wollen wir mal hoffen. Wir haben noch ein kleines Fragezeichen hinter dem Getriebe. Aber mit dem neuen Tank und dem ganz neuen Benzinsystem könnten wir jetzt bis Jerez durchfahren. Und auch die Spritversorgung im Qualifying sollte nun kein Thema mehr sein. Wir haben alle Tests gemacht, die wir machen konnten, und da hat alles funktioniert.

Was ist sonst noch alles neu?
Glock: Wir haben einen neuen Unterboden und am Frontflügel noch ein kleines Update. Der neue Unterboden ist aber nur an meinem Auto, weil sich der Radstand auch ein bisschen vergrößert hat. Auch ein Luftleitelement am Seitenkasten ist neu. Aber der Tank ist das Hauptthema. Wenn das funktioniert, sind das alleine schon fünf bis sechs Zehntel.

Bei Lotus hofft man auf einen Zeitgewinn von einer Sekunde. Kann Virgin da mitziehen?
Glock: Ich bin mir nicht sicher. Ich schätze mal, wir haben zwischen sieben Zehnteln und einer Sekunde.

Wie zufrieden sind Sie generell mit der Arbeitsweise bei Virgin?
Glock: Die Probleme vom Saisonbeginn beeinflussen natürlich alles. Auch das Arbeitsklima. Da sind schon mal ein paar Gewaltakte dabei gewesen, die auch zehrend für die Mechaniker waren. Die mussten oft mehr arbeiten als gewöhnlich. Im Moment ist es eigentlich wie erwartet mit einem neuen Team. Die Dinge brauchen ihre Zeit. Probleme werden aussortiert. Sehr positiv ist, dass mit einer gewissen Runde an die Sachen herangegangen wird. Klar sagen viele: 'Vier Rennen nicht angekommen und vier Sekunden hinter der Spitze.' Das ist aber normal für ein neues Team und alle gehen sehr konzentriert an das Thema heran.

Wie kann man das mit Toyota vergleichen?
Glock: Das ist natürlich schon ein riesen Unterschied. Bei Toyota hast Du gesagt: Ich will morgen meinen Knopf am Lenkrad gelb statt rot und dann wurde sowas relativ schnell erledigt. Das ist bei einem kleinen Team ganz anders. Da muss man effizienter arbeiten. Was aber auch positiv ist. Man macht sich nun deutlich mehr Gedanken um alles.

Muss man da auch als Fahrer mehr mitdenken?
Glock: Ich werde vom Team schon mehr gefordert. Das macht aber auch Spaß. Ich war bis Mittwoch auch noch in England und habe am Simulator ein paar Sachen probiert. Das ist eine gute Erfahrung.

Wie sehen die Ziele hier in Barcelona aus?
Glock: Unser Ziel ist anzukommen und Lotus zu schlagen.

Bisher stand ja praktisch nur die Zuverlässigkeit auf der Agenda. Wann kommt der nächste Schritt?
Glock: Das wird sich ändern. Jetzt müssen wir erst einmal schauen, dass alle Dinge, die wir geändert haben funktionieren. So ein Neuaufbau von einem Chassis und das reduzierte Team, das noch eine Woche länger in Shanghai war als geplant, das nimmt Kapazitäten weg. Wir müssen jetzt einen Schritt nach dem anderen machen. Nach Monaco werden wir uns noch mal auf der mechanischen Seite verbessern.

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