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Timo Glock

Neues Chassis, alte Probleme

Timo Glock GP Ungarn 2012 Foto: Reinhard 61 Bilder

Timo Glock erlebte in Ungarn ein Rennwochenende zum Vergessen. Auch ein Chassis-Wechsel konnte die Probleme an seinem Marussia-Renner nicht beheben. Der Frust sitzt tief beim Hessen. Da kommt die Sommerpause gerade recht.

01.08.2012 Tobias Grüner

Mit zwei komplett verkorksten Rennen in Hockenheim und Budapest verabschiedete sich Timo Glock in die Sommerferien. Bevor es in den verdienten Urlaub ging, strampelte sich der Marussia-Pilot noch den Frust von der Seele. 85 Kilometer zusammen mit Radprofi Andreas Klöden.

In Budapest kämpfte der 30-Jährige wieder einmal mit seinem zickigen Auto. Nicht das erste Mal in diesem Jahr. Schon zu Beginn der Saison klagte Glock lange über ein komisches Fahrverhalten. In einer endlos dauernden Fehlersuche wurde schließlich festgestellt, dass Aufhängungspunkte an der Hinterachse ausgeleiert waren und die Bremskraftverschiebung viel zu rapide einsetzte.

Glocks Marussia momentan unfahrbar

Nun bockt das Auto schon wieder. "Es ist im Moment unfahrbar. Wir wissen aber nicht, woran es liegt", musste der Routinier zugeben. "Ich habe ständig Übersteuern. Und andauernd blockieren die Räder." Wie ein Rodeo-Reiter ist Glock ständig damit beschäftigt, sein bockiges Marussia-Pferd vor dem Ausbrechen zu bewahren.

Im Ziel von Budapest konnte der Odenwälder immerhin noch den HRT von Pedro de la Rosa hinter sich halten. Das gewonnene Fotofinish (0,4 Sekunden) konnte die Laune von Glock aber auch nicht heben. "In den vergangenen Rennen hat keine Runde auch nur ansatzweise Spaß gemacht. Es ist doppelte Anstrengung, weil Du fünf Mal lenken musst, um um die Kurve herumzukommen."

Fehlersuche bislang ohne Erfolg

Glock ist ratlos, wo das Problem dieses Mal liegen könnte. "Es ist wohl eher im hinteren Teil des Autos zu suchen. Aber wo genau? Keine Ahnung." Seine Ingenieure sind wieder einmal intensiv auf der Suche. Aufhängungsteile wurden getauscht. In Budapest war Glock sogar mit einem anderen Chassis am Start. Die Probleme vom Saisonbeginn konnten ebenfalls als Fehlerquelle ausgeschlossen werden. Bisher brachte aber nichts eine Linderung.

Bei Teamkollege Charles Pic ist dagegen offenbar alles in Ordnung. "Ich kann einfach nicht so schnell um eine Kurve fahren wie er. Ich habe es versucht. Er fährt nicht anders als ich", analysiert Glock. "Er kann das Auto dort platzieren, wo er es hinhaben will. Und ich bremse, lenke ein, muss gegenlenken, wieder korrigieren, wieder gegenlenken. Dann bin ich zu schnell in der Kurve, weil ich die Bremse aufmachen muss. Ein Ding der Unmöglichkeit."

Neuer Tiefpunkt für Timo Glock

Neben den Problemen mit dem Fahrverhalten nervt Glock auch, dass im Vergleich zur Konkurrenz kein Fortschritt zu erkennen ist. Der Abstand auf HRT hat sich seit vergangener Saison nicht vergrößert. Caterham ist immer noch unereichbar.

Die Zusammenarbeit mit McLaren trägt noch keine großen Früchte. "Ich hatte schon gehofft, dass wir näher herankommen, aber im Moment ist das nicht der Fall", gibt Glock zu. "Das ist im Moment aber nicht interessant. Es ist die Frage, wieso ich im Rennen fast eine Runde auf meinen Teamkollegen verliere."

Der genervte Deutsche bezeichnete die Rennen in Budapest und Hockenheim als neuen Tiefpunkt. Da kommt die Sommerpause genau zum richtigen Zeitpunkt. "Ich bin froh, dass ich meine Ruhe habe."

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