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Timo Glock

"Habe mich einfach verschätzt"

GP Japan 2009 Foto: dpa 32 Bilder

Wie erwartet muss Timo Glock auf den Start in Suzuka verzichten. Bei seinem Qualifying-Unfall zog sich der Deutsche eine Schnittwunde zu. In Brasilien ist er aber sicher wieder dabei. Glock gab zu, dass ein Fahrfehler den Crash auslöste.

04.10.2009 Tobias Grüner

Mit einem dicken Verband am Bein und einem Lächeln im Gesicht erreichte Timo Glock am Sonntagmorgen das Fahrerlager von Suzuka. Am Abend zuvor musten die Mediziner in Yokkaichi die tiefe fünf Zentimeter lange Schnittwunde an seinem linken Bein mit 14 Stichen nähen.

Nur ein Toyota in Suzuka

"Die Mediziner haben alles versucht, die Flüssigkeit aus der Wunde zu bringen. Aber an der Naht kann ich mich nicht richtig bewegen. Laufen geht einigermaßen, aber Fahren ist ein zu großes Risiko", erklärte der verletzte Pilot. Das Team versuchte noch mit allen Mitteln Kamui Kobayashi als Ersatzmann zu melden, aber die Regeln besagen eindeutig, dass ein Pilot mindestens eine Session am Samstag absolviert haben muss.

"Ich bin sicher der Letzte, der einen Start absagen würde, aber hier müssen wir realistisch sein: Es geht einfach nicht." Beim nächsten Grand Prix in Brasilien in Interlagos will Glock aber wieder starten. "Ich bin mir sicher, dass das klappt. Ich denke, es ist nur eine Sache von zwei, drei Tagen, bis ich das Bein wieder richtig strecken kann."

Crash nach Fahrfehler

An seinen Unfall kann sich der Deutsche noch genau erinnern. Dabei beendete Glock auch alle Spekulationen um einen technischen Defekt am Toyota: "Ich habe die letzte Kurve einfach falsch eingeschätzt. Ich war mit den gebrauchten weichen Reifen auf einer guten Runde und wollte so viel Schwung wie möglich auf die Zielgerade mitnehmen. Als ich das Auto laufen gelassen habe, dachte ich, dass ich 50 Zentimeter weiter rechts bin. Leider sieht man den Kurvenausgang wegen der abfallenden Strecke nicht richtig. Als ich bemerkte, dass ich zu weit nach außen komme, konnte ich schon nicht mehr korrigieren", beschrieb Glock den Unfallhergang.

Die folgenden Minuten im Auto waren dramatischer, als es von außen aussah. Nachdem Glock das Lenkrad entfernte blieb er noch minutenlang im Auto sitzen. "Ich weiß auch nicht warum ich das Lenkrad weggemacht habe. Das war wohl eine kleine Schockreaktion. Eigentlich wollte ich gleich aus dem Auto. Dann habe ich nach unten geschaut und habe dieses Aluminiumteil gesehen. Dann hat sich auch schon die Farbe von meinem Overall in Richtung rot verändert."

Glück im Unglück

Neben der Blutung verspürte der Odenwälder zu diesem Zeitpunkt auch erstmals Schmerzen. Er zog es dehalb vor, sitzen zu bleiben und auf den Doktor zu warten. "Nachher konnte ich happy sein, dass es nur eine Schnittwunde war und der Muskel nicht verletzt ist." Für die japanischen Toyota-Fans an der Strecke tut es ihm leid. "Es war mein Fehler. Jetzt muss Jarno die Fans glücklich machen."

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