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Timo Glock Halbzeitbilanz

"Heidfeld ist spät aufgewacht“

Timo Glock - GP Ungarn - Formel 1 - 31.7.2011 - Highlights Foto: xpb 35 Bilder

Timo Glock beendet den ersten Teil der Saison vor der Sommerpause mit einem 17. Platz. Auch wenn er in Montreal zwei Positionen besser platziert war, stuft der Virgin-Pilot den GP Ungarn als sein Saisonhighlight ein.

02.08.2011 Michael Schmidt

Wenigstens Spaß gehabt. Das war das Fazit von Timo Glock nach dem GP Ungarn. Mehr kann der Hesse in diesem Jahr von seinem Virgin nicht erwarten. Für einen Platz in den Top Ten bräuchte es ein Chaosrennen. Der GP Ungarn hatte zwar alle Anlagen ein verrücktes Rennen zu werden, doch das Chaos hielt sich in Grenzen. Die Autos sind zu zuverlässig, die Piloten zu routiniert. Vier Ausfälle, das war vor 15 Jahren noch ein kleiner Rekord. Damals wäre bei vergleichbaren Bedingungen die Hälfte des Feldes ins Ziel gekommen.

Heidfeld hat lange geschlafen

So blieb Glock nur Rang 17 und "ein bisschen Spaß". Der bezog sich hauptsächlich auf die ersten Runden, als sich Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Sergio Perez, Heikki Kovalainen und Jarno Trulli hinter dem Virgin-Piloten anstellen mussten. "Je trockener die Fahrbahn wurde, umso schwerer wurde es, mich gegen die Kollegen in den schnelleren Autos zu wehren", blickt Glock auf einen unterhaltsamen Rennenbeginn nach einem Raketenstart von 20 auf 17 zurück. Was ihn wunderte: "Heidfeld hat lange gebraucht, bis er aufgewacht ist. Irgendwie hat er nicht gemerkt, dass er hätte schneller fahren können. Als er an mir vorbei ist, zogen die anderen dann mit."


Danach fuhr Glock sein gewohntes Rennen. Vor Teamkollege Jérôme d‘Ambrosio und den beiden Hispanias, hinter den Lotus, bis sie ausgefallen waren. Als in der 47. Runde der Regen zurückkam, entschied der Kämpfer aus dem Odenwald auf Slicks auf der Strecke zu bleiben. "Es waren zwei harte Runden. Speziell in den Kurven zwei bis vier war es extrem glatt." Der Eiertanz lohnte sich. So ersparte sich Glock im Gegensatz zum Teamkollegen einen Boxenstopp. "Ich habe dann bis ins Ziel Druck gemacht und lag am Ende eine Runde vor d‘Ambrosio."

Bestes Saisonrennen

Platz 17 war nicht das beste Resultat in den ersten elf Rennen, aber insgesamt stuft Glock die Fahrt auf dem Hungaroring als sein bestes Saisonrennen ein. "Weil wir von der Taktik alles richtig gemacht haben. Und weil alle Boxenstopps superschnell abliefen." Auch das Auto zeigte sich am Renntag verbessert. "Im Training hatten wir ziemlich stark mit dem Wind zu kämpfen. Das Auto war im Rennen besser ausbalanciert."

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