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Timo Glock im Interview

"Virgin Fernziel: Bis 2014 in die Top 5"

Timo Glock Virgin 2011 Foto: xpb 61 Bilder

Timo Glock fährt bis 2014 für Virgin. Der 29-jährige Hesse glaubt an sein Team, weil es die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt hat. Glock erklärt in auto motor und sport.de seine Vertragsverlängerung.

24.07.2011 Michael Schmidt
Warum haben Sie bei einem Team unterschrieben, das bis jetzt immer am Ende des Feldes fährt?

Glock: Wir hatten vor eineinhalb Jahren einen Plan und sind seitdem durch harte Zeiten gegangen. Jetzt hat Virgin die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt. Ich will auch noch dabei sein, wenn die Zeiten besser werden.

Wie lange haben Sie nachgedacht?

Glock: Das erste Mal habe ich darüber nachgedacht, als mir Pat Symonds die Technikpläne für die Zukunft präsentiert hat. Das ist schon ein paar Wochen her. Dann kam die Meldung, dass wir uns mit McLaren zusammenspannen. Das war der letzte und sicher entscheidende Baustein im Puzzle. Die Vertragsverhandlungen sind dann schnell über die Bühne gegangen.

Warum haben Sie nicht mit anderen Teams gezockt?

Glock: Für mich gab es keinen Grund zu zocken. Virgin ist eine sehr gute Option. Ich fühle mich wohl in diesem Team. Es ist wie eine zweite Familie für mich. Wenn du durch harte Zeiten gehst, wächst du zusammen.

Wieso haben Sie sich nicht länger Zeit gelassen mit der Entscheidung?

Glock: Es gab keinen Grund zu warten.

Wie lange geht Ihr neuer Vertrag?

Glock: Das darf ich nicht sagen. Ist ein Vertragsgeheimnis. Sagen wir, er ist langfristig.

Der Rennstall ist zum Teil in russischer Hand. 2014 findet der GP Russland in Sotschi statt. Sind Sie dann noch im Team?

Glock: Da haben Sie gut zusammengezählt.

Wie schnell wird sich der McLaren-Support auswirken?

Glock: Wir werden sicher nicht von jetzt auf gleich ins Mittelfeld aufsteigen oder von heute auf morgen zwei Sekunden gewinnen. Dort wollen wir im Verlauf des nächsten Jahres hinkommen. Q2 im Training und vielleicht einmal ein Punkt sind das Nahziel. Die Partnerschaft mit McLaren gibt mir Hoffnung. Das zeigt mir, dass McLaren auch Vertrauen in unsere Pläne hat. Sonst würden sie es ja nicht machen. McLaren ist eine Bank. Ihr schlechtestes Auto war noch in der Lage in die Top Ten zu fahren. Ich weiß, dass das kein Garantieschein ist, aber immerhin eine gute Voraussetzung. Das Auto müssen wir schon noch selbst bauen.

Wie sieht das Fernziel aus?

Glock: Unsere Mitbesitzer aus Russland wollen bis 2014 in die Top 5.

Ist das nicht ein bisschen optimistisch?

Glock: Wer sich keine ehrgeizigen Ziel setzt, kommt nie irgendwo hin.

Sehen Sie schon erste Fortschritte?

Glock: Wir haben kürzlich bei einem Aero-Test Daten für das Windkanal- und Simulationsmodell gesammelt. Das wurde jetzt ausgewertet. Es sieht sehr vielversprechend aus. McLaren stellt für uns ja auch Ingenieure ab. Die wissen, was man von einem guten Auto erwarten muss.

Was erwarten Sie von Ihrem Team?

Glock: Darüber haben wir vor kurzem intern geredet. Da kamen alle Karten auf den Tisch. Unsere Chefs haben mich gefragt, was ich bei Virgin ändern würde. Das habe ich ihnen ungeschminkt gesagt. Sie dachten zwar genauso, hätten es aber nicht so deutlich ausgedrückt.

Was kann man von Ihnen heute am Nürburgring erwarten?

Glock: Ich werde mir einen Heizlüfter ins Cockpit einbauen lassen, so kalt wie es ist. Da werden die Reifen nie auf Temperatur kommen. Regen wäre sicher nicht schlecht. Wir sind zwar im Regen wie im Trockenen vier bis fünf Sekunden hinter der Spitze, und auch ein guter Regenfahrer kann keine Wunder bewirken, doch prinzipiell eröffnen ungewöhnliche Wetterbedingungen einem Team in unserer Situation immer Chancen. Aber nur wenn du selbst fehlerfrei über die Runden kommst.

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