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Timo Glock

Keine Chance ohne KERS

Timo Glock GP Japan 2012 Foto: xpb 67 Bilder

Timo Glock konnte in Suzuka die Pace von Hauptkonkurrent Caterham mitgehen. Im Zweikampf blieb der Marussia-Pilot allerdings chancenlos. Das fehlende KERS macht dem Hessen das Leben weiterhin schwer.

08.10.2012 Tobias Grüner
Schon am Start gab es viel Action. Wie sind Sie da durchgekommen?

Glock: Eigentlich ganz gut. Ich habe mich von herumfliegenden Teilen fernhalten können. Ich konnte sogar noch Heikki (Kovalainen) in den S-Kurven überholen. Dann kam auch schon das Safety-Car raus.

Wo haben Sie den Platz gegen Kovalainen dann wieder verloren?

Glock: Der hat mich direkt nach dem Restart wieder überholt. Auf der Zielgerade hat er sein KERS benutzt. Da hatte ich keine Chance.

Im Ziel betrug der Rückstand aber nur acht Sekunden.

Glock: Mein Problem war, dass mich die Autos hinter mir nacheinander auf Start-Ziel überholen konnten. Das hat mich immer wieder Zeit gekostet. Fast acht, neun Zehntel jede Runde. Man verliert beim Bremsen in die erste Kurve und beim Hinterherfahren in den S-Kurven. Heikki konnte mit KERS seine Position besser behaupten und vorne etwas wegfahren. Im zweiten und dritten Stint konnten wir den Abstand aber immer wieder verkleinern. Zum Schluss waren es irgendwann mal fünf Sekunden, dann kam aber drei Runden nochmal Hamilton mit einer blauen Flagge vorbei. Aber an Heikki wäre ich sowieso nicht mehr vorbeigekommen. Wenn er sein KERS aufspart, hast du keine Chance.

Sehen Sie ansonsten Marussia auf der gleichen Pace wie Caterham?

Glock: Wir waren im ersten Sektor regelmäßig schneller. Im zweiten Sektor kann viel KERS genutzt werden. Da verlieren wir ein bisschen Zeit. Auf die gesamte Runde gesehen sind wir aber dran. Jetzt müssen wir mal abwarten, wie es in Korea aussieht. Da gibt es ja auch viele lange Geraden und KERS ist wieder ein Faktor. Generell hat sich das Auto aber gut angefühlt. Es hat richtig Spaß gemacht.

Funktioniert das Auto besser im Rennen als im Qualifying?

Glock: Eigentlich hat es sich in beiden gut angefühlt. Im Rennen haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. In Singapur haben wir herausgefunden, warum ich so stark abbauende Reifen im Rennen hatte. Das Auto ist jetzt deutlich konstanter. Das Problem hatten wir das ganze Jahr mit herumgetragen, was ein bisschen schade ist. Aber jetzt funktioniert es eigentlich ganz gut.

Was erwarten Sie jetzt noch an Fortschritten für die nächsten Rennen?

Glock: Wir werden das Paket noch weiter im Detail verbessern. Natürlich hilft es, wenn man nicht wie hier ein Problem im dritten Training hat und mehr Erfahrung sammeln kann. Vielleicht können wir noch ein bisschen mehr herausholen.

Der Fehler am Motor aus dem dritten Training ist gefunden?

Glock: Im Rennen ist er nicht mehr aufgetreten so viel ich weiß. Jetzt müssen wir mal schauen, ob wir den Motor in Korea noch einmal fahren.

Was sagen Sie zur Aktion von Romain Grosjean?

Glock: Ich habe es mir im Fernsehen noch einmal angeschaut. Ich habe aber keine Ahnung, wo er hingeschaut hat. Der fährt einfach in den Webber rein. Ohne irgendwie vom Gas zu gehen. Vielleicht hat er sich nur auf das Auto neben sich konzentriert. Aber man muss ja trotzdem nach vorne schauen.

Ist das beim siebten Crash in der Startphase noch akzeptabel?

Glock: Das muss sein Team entscheiden. Aber ich finde das schon krass.

Wie verbringen Sie die Tage bis zum Rennen in Korea?

Glock: Ich fliege am Montag auf eine koreanische Insel. Dort werde ich ein bisschen Radfahren - zuammen mit Michael Schumacher.

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