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Timo Glock exklusiv

Kaum noch Hoffnung gegen Lotus

Timo Glock Foto: xpb 32 Bilder

Timo Glock stand in Singapur rundenlang im Mittelpunkt des Interesses, als er sich mit dem langsameren Virgin tapfer gegen Adrian Sutil wehrte. Am Ende ging der Hesse aber wieder leer aus. Die Hoffnung, Lotus in der Teamwertung noch zu verdrängen, schwindet.

28.09.2010 Tobias Grüner

Nach der Safety-Car Phase haben Sie Adrian Sutil lange den Heckflügel zeigen können. Wie schwer war das?
Glock: Es ging lange Zeit relativ gut. Ich habe dem Druck einigermaßen standhalten können. Dabei musst ich aber so stark pushen, dass mir irgendwann die Hinterreifen eingegangen sind. Vor allem auf der Bremse hatte ich hinten immer häufiger stehende Räder gehabt. Irgendwann hat es Sutil dann probiert. Da konnte ich einfach nicht später bremsen.

Und dann kam Hülkenberg gleich hinterher.
Glock: Hülkenberg hat mich dann in Kurve eins von der Straße gedrückt. Danach war es für mich aus. Ich musste alle ziehen lassen. Als ich über die Kerbs rübergedonnert bin, habe ich mir wohl auch noch das Getriebe kaputt gemacht. Irgendwann ist dann auch noch der Hydraulik-Druck abgefallen.

War das am Ende der Grund für die Aufgabe?
Glock: Bis zur Safety-Car-Phase waren wir noch in einer guten Position. Danach waren wir am Ende. Da ging nix mehr. Wir lagen eine Runde hinter Lotus und mussten die sogar durchlassen. Da haben wir lieber aufgegeben, bevor wir das Getriebe ganz kaputt machen.

Was war die Idee hinter der riskanten Taktik?
Glock: Ich habe darauf spekuliert, dass wir da vorne ein bisschen wegfahren können. Außerdem haben wir uns überlegt, dass man am Ende mit einem frischen Satz weicher Reifen deutlich schneller ist als die anderen. Da haben wir es einfach riskiert. Aber wenn dann noch eine zweite Safety-Car-Phase kommt, dann hast Du keine Chance mehr. Dann ist es vorbei.

Hat der Kampf mit den etablierten Teams wenigstens Spaß gemacht?
Glock: Ich konnte am Anfang relativ gut mitfahren und habe wirklich alles aus dem Auto herausgequetscht. Das hat schon Spaß gemacht, wenn man sieht, dass der Kobayashi keine Chance hatte groß wegzufahren oder dass Sutil so lange gebraucht hat, bis er überholen konnte. Das war schon gut.

Haben Sie etwas von der Kollision Hamilton gegen Webber mitbekommen?
Glock: Nein, nicht viel. Ich habe die Spitze beim Restart vorbeigelassen und anschließend nur noch in den Rückspiegel geschaut.

Ihr Teamkollege Lucas di Grassi hat gefordert, das Safety-Car-Reglement zu ändern, damit überrundete Autos nach dem Restart nicht mehr im Weg stehen. Wie sehen Sie das?
Glock: Das sehe ich auch so. Wir waren in dieser Situation Dritter und Vierter. Ich verstehe nicht, warum man uns da nicht einfach vorbeiwinkt und uns praktisch die Runde schenkt. Wir können sowieso nichts ausrichten. Dann ist das Rennen vorne nicht ruiniert und wir können noch einigermaßen unser Rennen fahren. Ich verstehe nicht, warum man da so ein riesen Ding draus macht.
 
Virgin hatte sich für Singapur einiges ausgerechnet. Wie groß sind die Chancen, Lotus in den letzten vier Rennen mit einem zwölften Platz noch zu überholen?
Glock: Das wird sehr schwer. Da muss schon viel passieren. Vielleicht ein verrücktes  Regenrennen oder etwas Ähnliches. Sonst sehe ich da keine Möglichkeit.

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