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Timo Glock

Millionen-Fahrt mit Bandenkuss

Timo Glock - GP Singapur 2012 Foto: xpb 57 Bilder

Mit Platz zwölf feierte Timo Glock das beste Ergebnis in der Geschichte des jungen Marussia-Teams. Dafür gab es zwar keine WM-Punkte. Dennoch könnte Platz zwölf für das Team wertvoll werden. Es geht um mehrere Millionen.

24.09.2012 Tobias Grüner

Für die drei kleinen Teams Marussia, Caterham und HRT geht es im Hinterfeld der Formel 1 ums Überleben. Mit überschaubaren finanziellen Mitteln sind sie weit davon entfernt, im Konzert der Großen mitzugeigen. Die sechs Autos fahren ihr eigenes Rennen und ihre eigene WM. Das Problem: Nur das beste der drei Teams bekommt auf Platz zehn in der Konstrukteurs-WM Zugang zu den Prämientöpfen von Bernie Ecclestone.

2010 hatte sich HRT den lukrativen Platz gesichert. 2011 gewann Caterham die kleine Wertung, die einen zweistelligen Millionenbetrag wert ist. Nach dem Rennen in Singapur steht nun Marussia auf der begehrten Position. Timo Glocks zwölfter Platz war das beste Saison-Resultat der sechs Fahrer im Hinterfeld der Tabelle. Er gibt den Ausschlag für die Reihenfolge im Konstrukteurspokal.

Glock mit Glück bei Bandenkuss

Dabei sah es zunächst nicht danach aus, als könne Glock das beste Marussia-Ergebnis aller Zeiten feiern. Früh im Rennen wäre der Hesse beinahe rausgeflogen. "Ich war in Kurve 19 etwas zu schnell unterwegs und habe die Mauer getroffen", erklärt Glock. Der Routinier hatte dabei allerdings Glück im Unglück. "Die Spur war etwas verstellt. Ich musste anschließend meinen Fahrstil umstellen, um das Auto auf der Strecke zu halten."

Mit Safety-Car-Dusel kam Glock wieder in Schlagdistanz des Mittelfelds. Während Caterham-Konkurrent Heikki Kovalainen noch einmal an die Box musste, konnte der Marussia-Pilot bis zum Ziel durchfahren. In den letzten Runden profitierte der Odenwälder dann auch noch vom Kampf von Kamui Kobayashi und Nico Hülkenberg, die mit lädierten Frontflügel bzw. einem Plattfuß einen Extra-Stopp einlegen mussten.

Marussia auf dem Vormarsch

So landete der Singapur-Spezialist schließlich auf Rang zwölf. So weit vorne war er mit dem rot-schwarzen Auto noch nie ins Ziel gefahren. "Wir müssen den zehnten Platz in der Konstrukteurswertung jetzt unbedingt bis zum Saisonende halten", erklärte Glock anschließend. "In den letzten vier Monaten habe wir die Lücke zu Caterham richtig geschlossen. Es war nicht leicht, aber das ist der Lohn für jeden im Team."

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