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Timo Glock vor dem GP China

Nur noch ein Rennen leiden?

Timo Glock - GP Malaysia Foto: xpb 26 Bilder

Sein Virgin verbannt Timo Glock in eine eigene Kategorie. Der Hesse fährt ein einsames Rennen zwischen den Lotus und den Hispania. In seiner Position setzt man sich neue Prioritäten. Zum Beispiel: Wie komme ich mit zwei Stopps über die Distanz?

12.04.2011 Michael Schmidt

Der Virgin steht im Niemandsland. Fast zwei Sekunden langsamer als sein ehemaliger Erzrivale Lotus, eine knappe Sekunde vor den HRT. Timo Glock hat nur einen Gegner, und der ist keiner für ihn: Teamkollege Jérôme d‘Ambrosio.

Die Folge sind einsame Rennen. Nur in der Startphase hat Glock ein bisschen Spaß. Diesmal überholte er in der zweiten Runde Jarno Trulli im deutlich schnelleren Lotus. Ein Runde später war der Italiener schon wieder vorbei.

Kampf gegen Reifen und Hitze

Da bleibt einem nichts anderes übrig, als sich eigene Ziele zu setzen. Beim GP Malaysia stellte sich Glock die nicht ganz einfache Aufgabe: Wie komme ich mit zwei Stopps über die Distanz? Außer ihm haben das nur Kamui Kobayashi, Sebastien Buemi, Jaime Alguersuari und Heikki Kovalainen geschafft.

"Ich habe die ganze Zeit in die Reifen hineingehört, habe versucht sie so schonend wie möglich über die Runden zu bringen." Glock stieg nach der Hitzeschlacht aus seinem Auto, als hätte er einen Sonntagsausflug hinter sich. Andere waren nassgeschwitzt, er staubtrocken. "Vielleicht bin ich ja fitter als meine Kollegen", juxte er. "Aber im Ernst: Ich hatte in meiner Position im Feld einen geruhsamen Nachmittag."

Auch wenn es nur ein schwacher Trost ist: "Der Virgin ist im Rennen etwas besser als im Training. Am Anfang der Turns konnte ich mit den Lotus mithalten, aber nach ein paar Runden waren sie nicht mehr zu halten. Wir sind schlicht zwei Sekunden zu langsam."

Virgin zwei Sekunden schneller in Istanbul?

Die Antwort auf die Frage, woran es liegt, fällt denkbar einfach aus. "Uns fehlt massiv Abtrieb." Ein Rennen lang muss Glock noch leiden. Beim GP Türkei verspricht Technikchef Nick Wirth ein großes Facelift mit hoher Nase, neuem Unterboden, einem Auspuff à la Red Bull, einer modifizierten Hinterradaufhängung und neuen Flügeln.

Wenn die Zahlen stimmen, soll die Totaloperation zwei Sekunden bringen. "Die brauchen wir auch", warnt Glock. "Wenn wir stehenbleiben, holen uns bald die HRT ein."

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