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Timo Glock

Schweres Wochenende nach Test-Unfall

Timo Glock Marussia 2012 Foto: xpb 94 Bilder

Marussia hat immer noch keinen Grund für den schweren Unfall von Maria de Villota bekanntgegeben. Aus dem Krankenhaus kommen derweil erfreuliche Nachrichten. Die Spanierin hat wohl das Schlimmste überstanden.

05.07.2012 Tobias Grüner

Der Horror-Crash von Maria de Villota war auch am Donnerstag (5.7.) noch das bestimmende Thema im Fahrerlager. Jeder wollte wissen, wie es zu der tragischen Kollision mit dem Teamlaster kommen konnte. Mit Rücksicht auf die Familie will Marussia aber keine Unfallursache bekanntgeben, solange sich die Spanierin noch in einem kritischen Zustand befindet.

Auch Timo Glock hatte noch keine Informationen über den genauen Ablauf der Ereignisse. Eine Twitter-Nachricht des Deutschen hatte am Dienstag zunächst für Verwirrung gesorgt. Glock hatte ein Foto von de Villota im Auto über den Kurznachrichtendienst verbreitet und ihr Glück gewünscht.

"Ich war aber in London bei einem Sponsor-Event und kann deshalb gar nicht sagen, wie es genau passiert ist und wie die Umstände waren", erklärte der Marussia-Pilot auf die bohrenden Fragen der Journalisten. "Der Unfall wird aktuell noch untersucht. Wir müssen abwarten, bis alles ordnungsgemäß analysiert ist und man weiß, an was es gelegen hat", wich Glock aus.

Dass die Unerfahrenheit der Spanierin der einzige Grund für den Unfall war, wollte Glock nicht gelten lassen. "Sie ist ja vorher schon Formel 1 gefahren - für Renault einen Tag in Paul Ricard."

Unfall-Nachricht ein Schock für Glock

Glock wurde am Dienstag über das Internet vom Unfall an der Teststrecke informiert. "Es ist ein Schock, wenn Du so eine Nachricht bekommst", erklärte der Hesse. Bis er vom Team eine Auskunft bekam, was genau vorgefallen war, dauert es etwas länger. Die Verantwortlichen waren verständlicherweise schwer zu erreichen.

Noch immer steht das Team unter den Eindrücken des Horror-Crashs, bei dem die Ersatzfahrerin das rechte Auge verlor. "Silverstone ist für alle im Team kein normaler Grand Prix. Es ist speziell für die Leute, die vor Ort dabei waren, schwierig", erklärte Glock. "Wir sind mit den Gedanken immer bei Maria und hoffen, dass der Heilungsprozess schnell vorangeht."

De Villota auf dem Weg der Besserung

Die letzten Meldungen aus dem Krankenhaus machen etwas Hoffnung. Villota hat die ersten 48 Stunden nach dem Unfall überstanden, was die Mediziner immer als gutes Zeichen werten. Die Spanierin war über Nacht in ein künstliches Koma versetzt worden. Es seien keine neuen Komplikationen aufgetreten.

Die Ärzte waren zudem erleichtert, dass es zu keiner weiteren Schwellung des Gehirns gekommen ist. Am Freitag soll die Pilotin noch einmal operiert werden. Es ist gut möglich, dass de Villota bis auf die Erblindung auf dem rechten Auge keine bleibenden Schäden davonträgt.

Für Glock geht es nun darum, sich so schnell wie möglich wieder auf das Geschehen auf der Rennstrecke zu fokussieren. "Wir müssen uns auf das Wochenende konzentrieren und einen vernünftigen Job abliefern." In Silverstone will man mit einem Update-Paket einen großen Schritt nach vorne machen.

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