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Timo Glock

"Wir sind keine vier Sekunden mehr weg"

Formel 1 Test 2011 Glock Foto: Pirelli 26 Bilder

Timo Glock war mit dem ersten Probelauf seines neuen Virgin VR-02 in Jerez zufrieden. Das Mindestziel könnte in diesem Jahr erreicht werden. Glock will Anschluss ans Mittelfeld finden. Der Odenwälder spornt sein Team an, das Tempo nicht zu drosseln.

18.02.2011 Michael Schmidt

Timo Glock hat Wochenenddienst. Der Mann aus dem Odenwald wird in Barcelona am Samstag und Sonntag in seinem Virgin sitzen. Der erste Eindruck mit dem neuen Auto in Jerez war gut. "Da haben wir schon am Filmtag vor dem Test mehr Runden gedreht als letztes Jahr in der ganzen ersten Woche", ulkte Glock.

Am ersten echten Testtag stand er dann doch länger. Ärger mit der Benzinpumpe. Dafür lief es an Tag zwei umso besser. Auf den Tagesschnellsten Michael Schumacher im Mercedes fehlten nur 1,9 Sekunden. Könnte Timo Glock das in dieser Saison durchhalten, wäre es ein Quantensprung für den Rennstall, der mit einem Budget von gerade mal 40 Millionen Euro operiert. "Wir sind bestimmt nicht mehr vier Sekunden von der Musik weg", traut sich Glock zu sagen.

Glock beklagt hohen Reifenverschleiß

Der 28-jährige Hesse sieht positive Ansätze, setzt gleichzeitig aber seine Truppe unter Strom. "Es sieht besser aus, aber trotzdem dachte ich, wir sind noch einen Tick besser aussortiert. Der Reifenverschleiß kommt mir bis jetzt ziemlich hoch vor. Da fehlt einfach noch Abtrieb."

Und Erfahrung. Virgin ist zum ersten Mal mit einem angeblasenen Diffusor unterwegs. Damit der ordnungsgemäß funktioniert, muss der Auspuff seine Gase permanent auf den Diffusor blasen. "Dazu müssen wir uns erst durch einige Motorkennfelder durcharbeiten. Das braucht Zeit", berichtet Glock. Mitkonkurrent Lotus macht gerade die gleiche Erfahrung. "Beim angeblasenen Diffusor bezahlen wir gerade viel Lehrgeld", gibt Heikki Kovalainen zu. "Uns schmort es dauernd Teile vom Unterboden weg."

Virgin auf dem Weg zum Vorjahrestempo

Virgins Nummer eins setzt darauf, dass die Technikertruppe von Nick Wirth vom Verlust des Doppeldiffusors weniger gestraft ist als die großen Teams, die im letzten Jahr mit dem doppelten Boden ganz extreme Wege gegangen waren. "Wir hoffen, dass wir bald auf den Vorjahreswerten sind."

Im Computer wird auch eine Version des neuen Autos mit einer höheren Nase durchgespielt. Lange lieferte die virtuelle Hochnase bei dem Konzept des VR-02 keine Zahlen, die einen Umbau gerechtfertigt hätten. Die letzten CFD-Simulationen allerdings verbreiten Hoffnung. Glock weiß, dass sich auch sein Team bis zum Saisonstart noch steigern muss. "Die anderen bringen bestimmt noch jede Menge Ausbaustufen an ihre Autos. Also müssen auch wir zulegen."

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