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Timo Glock

Singapur-Einstand mit Problemen

Timo Glock - GP Singapur - 23. September 2011 Foto: xpb 76 Bilder

Das Geheimnis in Singapur ist Vertrauen. Je mehr Runden ein Fahrer auf der Strecke zubringt, umso besser. Für Timo Glock begann der GP Singapur mit Frust. Er kam am Freitag nur auf 31 Runden.

24.09.2011 Michael Schmidt

Sebastian Vettel kam am ersten Trainingstag in Singapur auf 48 Runden. Timo Glock schaffte gerade mal 31 Runden in 150 Minuten Training. Den Großteil der ersten Trainingssitzung war der Virgin-Pilot Zuschauer. Bitter, wenn man eigentlich das Auto und seine jüngsten Modifikationen auf einer der schwierigsten Strecken im Kalender ausprobieren wollte. Vertrauen ist alles auf einem Kurs, auf dem die Abstände größer sind als sonst. Glock verlor 7,2 Sekunden auf den Tagesschnellsten Vettel. Damit hätte er gerade so die 107 Prozent-Marke geschafft. Um zwei Zehntel.

Glocks Tag begann mit einem Verbremser und einem Bremsplatten. "Die Bremse hat blockiert, ich weiß auch nicht warum." Als der Hesse wieder auf die Strecke ging, kam es zu einer Kollision mit Mark Webber. "Ich weiß nicht, was der Mark da vorhatte. Sein Frontflügel hat meinen linken Hinterreifen getroffen. Ich glaube, das sagt alles." Selbst im Red Bull-Camp gab man Webbers Fehler zu: "Der Mark darf sich nicht beschweren, wenn er diesen Flügeltyp nicht mehr benutzen kann", zürnte Teamberater Helmut Marko in Anspielung auf das Flügeldrama von Silverstone 2010.

Lotus außer Reichweite für Glock

Für Glock war nach sechs Runden zuerst einmal Feierabend. "Wir wollten keinen weiteren Reifensatz verheizen und uns lieber auf das Nachmittagstraining konzentrieren." Da lief dann mit einer Ausnahme alles nach Plan. Als die Virgin-Piloten zum ersten Mal mit den superweichen Reifen auf die Strecke gingen, flog Sebastien Buemi von der Strecke. In der Zielkurve leuchteten die gelben Ampeln. Glock brach seine schnelle Runde ab. Außerdem konnte er wegen der eingeschränkten Trainingszeit am Vormittag nicht alle Setup-Varianten durchprobieren. Deshalb ist seine schnellste Zeit nicht ganz repräsentativ.

Virgin hatte sich gerade für Singapur von dem neuen Aerodynamikpaket viel versprochen. "Der Fortschritt ist zu spüren. Das Auto hat mehr Grip", beharrt Glock. Den großen Abstand zur Spitze erklärt er so. "Auf dieser Strecke profitierst du von einem angeblasenen Diffusor mehr als anderswo. Und den haben wir nicht." Lotus schon, was vielleicht Heikki Kovalainens Vorsprung von 1,7 Sekunden auf Glock erklärt. Beim Lotus T128 bläst der Auspuff wie beim Red Bull RB7 seitlich in den Diffusor.

Randsteine werden neu befestigt

Das Drama um die Randsteine, das die erste Trainingssitzung um eine halbe Stunde verkürzte, hat allen Teams Fahrzeit gestohlen. In den Kurven 3,5,7,10,11,12,13 und 17 hatten sich die Plastikabweiser gelöst. Offenbar waren die Befestigungsbolzen mit roher Gewalt in die Dübel im Asphalt geschlagen worden, was die Gewinde beschädigte. Die FIA wies den Veranstalter an, dass bis Samstag in den Kurven 7, 11 und 12 neue Dübel angebracht und die Randsteine mit einem Spezialleim befestigt werden müssen. Glock könnte auch ohne die Randsteine fahren. "Am Ende stoppt dich sowieso die Mauer."

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