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Timo Glock zum Duell mit Lotus

"Wollen sehen, wer wirklich schneller ist"

Timo Glock Foto: Virgin 31 Bilder

Dank einiger Updates bezeichnete Timo Glock das Rennen von Hockenheim als Schritt nach vorne. Ein echter Vergleich mit Konkurrent Lotus war allerdings nicht möglich. Dabei würde Glock gerne sehen, welches Auto unter gleichen Bedingungen schneller ist.

28.07.2010 Tobias Grüner

Das Thema Stallregie erhitzt die Gemüter. Gehört das zum Rennsport dazu?
Glock: Eigentlich nicht.

Wie würden Sie bei einem Befehl reagieren, absichtlich auf die Bremse zu treten?
Glock: Das kommt drauf an, ob man sonst arbeitslos wäre oder aus dem Team fliegen würde. Das kommt dann irgendwann zu einem Punkt, an dem man sagt: lieber ja als nein. Ich weiß es auch nicht so genau. Das kommt ja auch immer darauf an, was bei den einzelnen Fahrern in den Verträgen steht.

Welche Fazit ziehen Sie selbst aus dem Rennen von Hockenheim?
Glock: Ich denke es lief nicht schlecht. Leider hatte ich etwas Pech am Anfang. Ich hatte einen sehr guten Start, bin aber in Kurve 2 auf die Außenlinie gegangen. Dort war leider der Unfall mit den beiden Force India. Die waren beide direkt vor mir. Da musste ich abbremsen und ausweichen. Beide HRT sind wieder an mir vorbei. Da war ich gleich wieder Letzter.

Wie schwer ist es, einen HRT zu überholen?
Glock: Yamamoto ging, Senna aber keine Chance. Weil die einfach so einen guten Top-Speed hatten. Das Auto sieht etwas effizienter aus auf der Geraden als unseres oder hat einfach weniger Abtrieb. Ich war aber deutlich schneller als er und konnte nach seinem Boxenstopp auch dementsprechend ordentlich an Speed zulegen. Dann kamen aber auch schon die blauen Flaggen, die echt nervig waren. Und dann hing ich hinter meinem Teamkollegen.

Bei Virgin gibt es aber offensichtlich keine Stallregie?
Glock: Nein, in dem Fall leider nicht. Ich bin erst vorbeigekommen, als er ausgefallen ist. Lucas (di Grassi) ist etwas heftig über die Kerbs gerutscht und hat sich da wohl die Aufhängung beschädigt.

Am Ende waren die Rundenzeiten aber bemerkenswert?
Glock: Als ich an Lucas vorbei war, habe ich auf die weichen Reifen gewechselt und von da an ging es richtig gut. Da war ich echt zufrieden. Wir waren nur 2,4 Sekunden weg von der schnellsten Rennrunde. Also wird es besser.

Gab es noch technische Probleme?
Glock: Im Rennen nicht mehr. Außer das mein Regenlicht rausgefallen ist und der Kontakt immer wieder einen Kurzen verursacht hat. Dadurch hat es die Batterie immer wieder nach unten gefahren. In der Auslaufrunde ist die Batterie dann komplett zusammengebrochen und das Auto ist stehengeblieben. Das war zum Glück in der Sachskurve, da konnte ich zurück laufen.

Virgin hat viele Updates am Hockenheim-Wochenende gebracht. Kann man schon was über den Erfolg sagen?
Glock: Es ist schwierig, weil wir so unterschiedliche Bedingungen hatten. Ich glaube aber schon, dass wir noch einmal einen kleinen Schritt nach vorne gemacht haben.

Reicht das schon, um an Lotus vorbeizugehen. Im Qualifying sah es ja nicht danach aus?
Glock: Das war ja kein wirkliches Qualifying für mich, weil ich nach dem ersten Satz Reifen nicht mehr fahren konnte. Bis zum ersten Satz waren wir schneller als die. Das ist immer ein wäre und wenn - genau wie im Rennen, wo beide Lotus ausgefallen sind. Wenn dann wollen wir schon sehen, wer wirklich schneller ist, wenn beide das Rennen zu Ende fahren.

Wie sieht Virgin in Ungarn aus?
Glock: Kann ich noch nicht genau sagen. Ich hoffe einigermaßen gut.

Was ist an weiteren Updates geplant? Kommt noch was in dieser Saison?
Glock: Ja, wir planen noch ein großen Schritt. Der kommt eventuell in Singapur.

Werden auch solche komplizierten Sachen wie F-Schacht oder der angeblasene Diffusor entwickelt?
Glock: Der Diffusor kommt eventuell. F-Schacht aber nicht mehr. Das lohnt sich auch nicht mehr für die paar Rennen. Das ist dann auch eine finanzielle Frage.

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